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strengtem, wenn auch nicht überall glücklichem Scharfsinne,erörtert er hier, daß der Verfasser der Vita ganz gewiß nichtdie zweite Hälfte der Urkunde fabrieirt habe: eine Frage, dieuns sehr wenig interessirt, und auch niemals interessirt hat. Hr.Clemens hat hier den Gegenstand seines Angriffs i» unsereSchrift erst hineingclcsen: wir haben nie daran gedacht, jenenSchriftsteller zum Urheber der Dichtung zu machen. Unsrc Schrifthat keinen andern Ausdruck, als: man setzt damals den Nagelin die Urkunde u. f. w. Dies so angefertigte Diplom schreibtdann der freilich nicht viel später lebende Verfasser in seine»biographischen Versuch hinüber. Es ist »eine historisch unbe-gründete und rein willkürliche Behauptung«') daß wir demSchreiber der Vita die Erweiterung der Urkunde zur Last legten.
Der Nagel, werden wir weiter belehrt, sei schon im Ii).Jahrhundert durch allerlei Wnudergeschichten bekannt gewesen:welche Willkür also und Unrichtigkeit in den Worten unseresEartons, nach denen der Coder von Verdnn (nach 105Z) unterseinen »andern Reliquien des Herrn« den Nagel deshalb nichtmeine, weil man ihn damals noch nicht gekannt habe.
Wir wollen nun diese Worte nicht besonders urgircn, ob-gleich wir von ihrer Richtigkeit überzeugt sind. Manhat gesehen, daß wir in H. 6. den Inhalt des Codervon Verdnn ohne ihre Stütze vollständig erledigthab en. Wem die folgenden Beweise nicht ausreichend scheinen,möge sich jenen Satz aus dem Zusammenhange des Cartonshiuwegdcnkeu.")
Die sehr genaue und nie genug zu erwähnende Vita Agriciierzählt mit ihrem durchaus redlichen und kindlich unbefange-nen Gemüthe unter andern auch folgende Geschichte. DerBruder Kaiser Otto I., Bruno, habe neben dem ErzbisthumCöln auch die bischöfliche Würde in Trier besessen, und die
>) Clemens S. 59. Es ist also eine historisch unbegründete und reinwillkürliche Behauptung, der Schreiber der Vita Agricii habe dieSplvcstrische Urkunde erneuert.
2) Für diesen Fall bemerken wir, da man bei Gegnern, wie den un-srigen, niemals weiß, wie weit ein Mißverständnis gehen kann,ausdrücklich Folgeudes. Wir sagen freilich - der Coder denkt nichtan den Nagel, denn damals war derselbe überhaupt noch niclitbekannt. Keineswegs sind wir aber hiemit zu dem ClemensscheuSchlüsse genothigt: wenn jedoch der Nagel älter ist als U)53, somuß der Coder wieder alter sein als der Nagel.