Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
43
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Inhalt unseres Cartons »im Voraus seine Erledigung gefun-den«, ist leicht zu ermessen.

S. 7.

Die beiden Apostel Mathias zu Trier. Der h. Nagel zu Trier.

Der Eoder von Verdun, sahen wir, fügt zu dem PrimateTriers die h. Helena und deren Rcliqnienschenknng hinzu.

Daß dieser Zusah zu der Urkunde nicht vor dem Jahre 1053verfaßt sein kann, haben wir bereits früher bemerkt. Er erwähntden h. Mathias, der erst in der angegebenen Zeit in Trier hal-ben Weges entdeckt wurde. Jndeß haben wir uns in den beidenersten Auflagen unserer Schrift nur ans Brower, nicht ans dieeigentliche Quelle bezogen, so daß dieselbe denn auch Hn. Clemensunbekannt geblieben ist. Wir freuen uns, ans derselben unsereMeinung etwas bestimmter darlegen zu können.

Man könnte nämlich gegen unsere bisherige Angabe etwaeinwenden: der h. Mathias selbst war vor 1053 nicht gefunden,man wußte nicht, gerade wie bei dem h. Rocke, wo er lag,aber doch daß er irgendwo zu Trier verborgen sei.') Geradehierüber geben uns die Acten des h. Mathias, die in zwei Re-dactioncn des 12. Jahrhunderts vorliegen, vollkommnen Auf-schluß.^) Beide Verfasser kannten, im 12. Jahrhundert, dasindcß herangewachsene Sylvcstcrdiplom, und meldeten hicnach,Helena habe dem Agrieins den h. Mathias mitgegeben. DerEine fährt dann fort, derselbe sei im Mathiaskloster begraben

0 Im 9. und 10. Jahrhundert wußte man nur, daß der h. Mathiasin Aethiopien oder Scbastopolis, im 8. daß er in Jerusalem begra-ben liege. Eine römische Inschrift, die bis zum Jahre 8i7 sichhinauf verfolgen läßt, erhebt den gleichen Anspruch für S. MariaMaggiore in Rom. Eine Erörterung darüber gibt der Jesuit Hen-schen, NaNanN. Lt. ?e>». tSt., die nicht eben begeistert den Triererndas Wort redet. Warum hatte man aber auch in Trier stets dasUnglück, um einige Jahrhundertc hinten nach zu kommen?

2) Die eine ist von einem Anonpmus um t l83, die andere von Lam-bert von Legia (1131 1148) verfaßt. Beide stchn hintereinanderin einem OnU. 8. tilatii. (jetzt t'rev. 801, die des Anonymus hat,wie der Abdruck bei NnlinnU. 2t. k»»-. ttS zeigt, eine Vorrede anden Abt Ludwig von St. Mathias, eben nin 1185. iim-ir. ViinNc.>>. 8S hielt diese Vorrede für Lamberts Werk, und setzte denselbenalso in das angegebene Jahr, ein Jrrthnm, den ibni Wittenbach undMüller ohne Aenuuug ihres Gewährsmannes sorglos nachschreiben.