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1 (1845)
Entstehung
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Nockes stimmen dieser Auslegung bei. -) Nur Hr. Bintcrim meintdazu S. 39:Die Herren scheinen sich hier einer elenden Sophiste-rei zu bedienen, um die Uneingeweihten zu verblenden, denn esläßt sich kaum denken, daß sie in der biblischen Exegese so unwis-send seien und nicht wissen sollten, daß der Herr von dem tägli-chcn Wechsel der Kleider spreche. Man machte nämlich andereKleider sür die Reise, andere sür den täglichen Gebrauch." ^) ZurExegese ist zweierlei erforderlich, Besitz der HnlsSkenntnissc und Ur-thcil in der Auswahl der Erklärungen. Nur in crsterer Beziehungkann man etwa von Unwissenheit sprechen; in unscrm Falle kommtes aber allein auf das Urthcil an, und hier entscheidet das Wortschon ganz allein für unsere Erklärung, dennziehtnicht zwei Tuniken an", kann nicht heißen:zieht nur eine an undlaßt die andere unangczogcn." Wenn namhafte Eregcten, wieGrotius (durch die falsche Analogie der Stelle Matth. 19, 19 ver-leitet, die sie eher aus Marc. 6, 9 hätten erklären müssen), dieserMeinung gewesen sind, so kann man eben nur sagen, daß sie geirrthaben, und ihre Erklärung ist stillschweigend bei Seite zu lassen.Die Unwissenheit kann sich also nur etwa auf die Unkenntnis derverschiedenen Auslegungen beziehen; ist aber auf einer Seite Un-wissenheit, so ist sie sicher ganz auf der des Hn. Bintcrim, der of-fenbar unsere Erklärung nicht gekannt hat. Diese ist aber geradedie älteste, schon Origcnes ') trägt sie vor, was uns, obschon

1) Krit. Schneid. S. 11. Clemens S. 23-

2) Alle in der Schrift des Hn. Dr. Bintcrim enthaltenen Einwürfe ha-den wir sorgfältig beantwortet. Im übrigen enthält sie einen ans einemHansen alter Bücher wahrhaft verstandlos znsanunengcschüttclten Wnstvon nnbranchbarcn Notizen, den wir nicht weiter berücksichtigen, dennHn. Bintcrim die Kleider auszuklopfen kann uns wahrlich Niemand ;u-mnthen. Znr Ergötzung unserer Leser wollen wir jedoch die im Tertcitirten Worte noch weiter hersetzen:der Sinn bei Matth. 1l>, 19.Marc. 6, 9 ist also, die Apostel sollen kein Reisegepäck mitnehmen, umsich in den Städten anders kleiden zu können, als sie ans den Reisengekleidet seien. Durch die Tuniken muß man hier also einen voll-,,ständigen äußern Anzug verstehen, der dazu diente, um die täg-lichen Kleider wechseln zu können, daher auch in der Vulgata Redeist von den nnUntoriis vestium 4 B. der Könige 5, 5. Die zwei Tu-uiken mußte» auch von der nämlichen Art sehn, nämlich zwei Ober-röcke, nicht aber, wie hier der Fall ist, ein Unterkleid und ein Ober-kleid; sonst hätte» die Apostel immer im bloßen Uutcrkleide reisenmüssen, und das leinene Unterkleid hätte nicht einmal gewechselt Wel-len können."

Ilom. 6 in Uev. II, 216 de In Uue. vunkus tunieis per Illosen in-