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Das Tragen der Leinwand ist der Grund, wcßhalb Jakobnsin das Hciligthum gehn darf; zugleich aber darf nur er allein inden Tempel gehn, folglich hat auch nur er allein Leinwand getra-gen, im Gegensatz zn allen andern, die also getragen haben müssen,was er nicht trug, Wolle. Umgesetzt würden die Worte des Hegesipp:„er allein durfte in den Tempel gehn", u. s. w. lauten: die An-dern durften nicht in das Heilige gehn, denn sie trugen nicht Leinen,sondern Wolle. Hegesipp, der über achtzig Jahre nach Zerstörung
tcstante» ans, z.B. Clerimis Ilist. eool. <I>iar. pr, snaoul. —19,blosboiii, Ue robns Oboist. ante Onnst. p. 9-1—96. llainicbo» !>(1Lnseb. II, 23. Starck Gcsch. dcr chrlstl. K, des ersten Jahrb. II, 167nieintc: Indessen scheint doch diese Erzählung nicht von Hegcsippo gänz-lich erdichtet, sondern ans einen! hcbr. Original, das aber darum nichtbesseres Ursprungs gewesen und einen sehr dummen Lügner zum Ver-fasser gehabt, hergenommen zu sein , und Stroth zu Enses, a. a, O.;Wer hier Zusammenhang und Menschenverstand vermißt, der rechne esdem Nebersctzer nicht zu: wo keiner ist, da läßt sich keiner hercinschie-ben. Es würde unnützes Papierverderbcn sein, über alles abgeschmacktedieser Erzählung, welche eher der Erzählung eines alten Weibes, alseines vernünftigen Mannes ähnlich sieht, oder welches eincrlep ist, dieganz jüdisch ist, zn glossireu, — In neuerer Zeit hat man freilich dieseFabel vielmehr zu erklären als zu rügen versucht, z. B, Gicseler a. a. O„und Credner Eiulcit, in das N. T. I, 677 hat sogar wenigstens dcrChronologie des Hegesipp den Vorzug vor der des Joscphns gegeben,und mit subjektiver Kritik und willkührlicher Beseitigung der widersin-nigsten Nnständc ein einigermaßen zusammenhängendes Ganze zu bildengesucht, lieber »nsern Umstand wird mau die richtige Erklärung nurlinden, wenn man von BanrS scharfsinniger Auseinandersetzung desVerhältnisses, in welchen, Jakobus den späten, Judenchristcn erschien,(Ursprung des Episcopats S, 1291 ausgeht, Jakobns ist ihnen dereigentliche Nachfolger und Stellvertreter Jesu, und wie Christus dielwhenprnesierljche Würde hat, so übt diese nun auch JakobnS, Den Aus-druck res den die neuen, Apologeten Hegcsipps, um ihn nichtetwas z» stark Aufgetragenes sagen zn lassen, bloß von dem Heiligennehmen (z, B Grabe Spiml. I'!'. Kuno, II. I, 252 u, die schon an-geführten», haben die Kirchenväter, Epiphanias, Hieronymus, Rusinusoffenbar richtig von dem Allerheiligsten verstanden — denn so steht dasbloße --- Hebr, 9,25 — und wahrscheinlich hat auch der Meta-phrast (l'nmlmlis, ,Vrmt, pnto, I, 524) de» eigentlichen Sinn Hegesivpsgesehu, indem er ihn nicht, wie die genannten Väter, einmal ,m Jahr,sondern immerwährend hineingchn läßt. Das hohcnpricsterliche Amt istaber gerade, in, Allerheiligsten die Verzeihung den, Volke zn erwirken,und so wurde dies auf Jakobus , den Nachfolger des währen Hohen-priesters, übertragen, den, nunmehr, nachdem Christus die alte Bc-»chränknug gebrochen, das Hciligthum immer offen steht.
1) Hr, Clemens sagt S, 11 : „Bemerkt es HegcsippnS als etwas Besou-„dercs, daß Jakobus keine wollenen, sondern leinene Kleider getragen,„und war die leinene Kleidung Kleidung dcr Priester, so folgt hier-„aus, daß Jakobus kein Priester war, denn sonst wäre seine Tracht nichts