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1 (1845)
Entstehung
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scheu Priester" gab es denn anch etwa nichtlevi'tische ? paßt.Die Priester durften ihr Haar scheeren, Wein trinken, Salbe ge-brauchen, sie waren auf das Opferfleisch angewiesen und durstennicht bloß, sondern mußten sich baden (3 Mos. 22, 6). JakobuSals Bruder des Herrn war ans dem Stamm Juda und konnte somitweder Priester sein, noch nach Hcbr. 7, 13 sc etwas mit dem Al-tardicnst zn thnn haben. Daß er endlich im Tempel amtliche Ver-richtungen ausgeübt, sagt Hegcsippus nicht, sondern dieS seht Hr.Binterim zu, der also Wohl nicht weiß, daß auf Ausübung priester-lichcr Functionen von Seiten eines nicht dem Geschlecht Aarons An-gehörigen Todesstrafe stand. 4 Mos. 3, 19. 35. 16, 49.

Daraus crgiebt sich, wie weit Hr. Binterim befähigt war,über daS Verständnis dieser Stelle zu urthcilcn. Von ihm lernenwir abermals nichts, als daß die Jusolenz die natürliche Tochterder Ignoranz ist.

Anders die gelahrten Herrn, die das eoblcnzcr Buch zu Standegebracht haben. Leinene Kleider seien eher ein Zeichen der Strenge,denn der heil. Jakobns war von jeher stets wegen seiner außer-ordentlichen Strenge berühmt." Das naivevon jeher stets" zeigt,welche Helden wir vor uns haben: was man von der Askese des Jakobusweiß, beruht allein auf dieser Nachricht des HegcsippuS, welche alleSpäteren, zum Tbcil abenteuerlich ausgeschmückt'), wiederholen,so daß sie alle nicht mehr beweisen, als er allein. Von ihnen hatsich Hr. Clemens S. 12 dies Argument angeeignet"), um so

1) So fügt in dcr That der heilige Epiphanias Iinor. 2? mg i>mv.hinzu, er habe nach Weise des jüdischen Pricslcrtbums pricslcriiche Func-tionen geübt, so wie Imor. 78 p. 1U45>, er habe das goldene Stirn-biatt, welches zur AmtSkieiduug des Hohenpriesters gehörte, aus demKopfe getragen, und der heilige Chrvsostomns !>»n>. in ülnuli. 5; VII,78 illantl', sagt gar, seine Stirn sei von dein ewigen Beten so vollSchwielen geworden, wie die Knice eines Kamccls.

2) Diekritischen Schneider" schieben uns die Meinung zu, anch in Pa-lästina habe dcr Gebrauch des Leinens für Weichlichkeit gegolten. Un-sere Worte:dieses Vcrhältniß" bezogen sich lediglich ans das that-sächlichc, daß Männer durchgängig wollene Tuniken, Frauen und etwanoch Priester leinene getragen, wie schon daraus zn sehn war, daß diesja sonst ein Grund znvoller Gewißheit" gewesen wäre. Hr. ElcmcnSäußert sich wenigstens, wie billig, zweifelnd: und hatten wir dws Miß-verständnis; vorher gcschn, wäre cS leicht durch einen bestimmteren Aus-druck abzuschneiden gewesen. Ein ähnlicher Fall, dcr oben überschn ist,trat bei nnscrni Citat ans Jos. VII. 8. 1. Seite 2 ein. Es sollte hierbloß gezeigt werden, daß schon die Alten diesen Grund ausgesprochen