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1 (1845)
Entstehung
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Daß er hier im Jrrthum war, ist schon längst gesagt worden.')Von der Unlande unseres Gegners zeugt es zunächst, wenn derselbedie Worte aus die alte hebräische Sprache bezieht. Im alten Te-stament findet sich eine Reihe Bezeichnungen für Leinen, pisklak,dach sinkst, k>uy, aber nie ein Dies ist daS chaldäische

Wort Kilian, welches in die ncuhebräische Sprache überge-

nommen war und nur von dieser spätcrn Mischsprache redet Jo-sephus. Einige Zeilen weiter sagt er ganz ähnlich von dem Gür-tel, Moses habe ihn abnnl genannt, "wir aber nennen ihn miteinem von den Babylonicrn gelernten Worte ch«/«,-", welches in derThat das chaldäische ist. Auch darin zeigt sich Joscphus Be-hauptung als falsch, daß kullonol nie eine Avscctivbildung vonKilian sein kann.

Die sprachgeschichtliche Betrachtung des Wortes zeigt nun, daßvielmehr das Gegcnthcil wahr ist, daß die ursprüngliche Bedeutungdes Wortes nicht Leinen sein kann. Denn dann wäre es unerklär-lich, daß es in den alten Sprachdenkmälern sollte gleichsam sorg-fältig vermieden und durch eine Reihe anderer Wörter ersetzt sein,so wie, daß es sich nur in einem der semitischen Dialekte, demaramäischen, findet; denn selbst im Arabischen, in daS es aus demAramäischen aufgenommen ist, war es nach dem Zeugnis der ein-heimischen Grammatiker ein Fremdwort. Jndeß ist auch der posi-tive Beweis dafür zu führen, da das im Hebräischen verloren ge-gangene Stammwort im Arabischen und Acthiopischen erhalten istund hier Bedeutungen zeigt, welche die Möglichkeit einer denomi-nativen Ableitung ausschließen. Es crgicbt sich nämlich als Urbe-griss anhangen, ankleben, von Ruß, Flecken, Farbe gebraucht,bedecken, verhüllen u. s. w>, so daß kuilnnvt ursprünglichdas dem Körper zunächst anliegende Gewand bezeichnet haben muß.Die arabischen und äthiopischen Worte sammt den nöthigcn Be-

iz Hn. Clemens viclbclobter Gewährsmann. Braun, de vest.sac. p, 457.meint sogar: sed valde dudito, utrum ilia revora sint verba losechi!,annon potius preist» kuerint ad aügno tiraeeuia seiolo, cpu vaidsamant in vocibus doc modo ludere. Aehnlich Schröder Vest. ÜInI.p. 237.

2) Die Mischna hat einmal, Kelim 2ti, 5, liimän für Leincnarbcitcr (dirUcbcrschung bei Surcnhusins ist falsch); sonst gebraucht sie für Leinendie hebräischen Wörter, besonders pisdlim und das neu gebildete pisdtan.

3) Vgl. Schröder a. a- O.