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1 (1845)
Entstehung
Seite
47
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von ctwci vl 'crhnndcrtmalüzcr Ncrgrößermi.z IN der Llin'o und außer-dem vorherige Kenntnis? oder Geübtheit in Unterscheidung der Stoffeerforderlich ist. ') Wir hatten auf das Zeugnis nicht bloß einiger,wie Hr. Clemens gern glauben'lassen möchte, sondern aller unsdamals bekannten Augenzeugen^) annehmen müssen, daß der Nock

1) Es ist in neuerer Zeit auf diese Art möglich gewesen, die alte Streit-frage, ob die ägyptischen Mumienbandagcu Leinen oder Baumwolleseien, zur Entscheidung zu bringen. Zwei englische Gelehrte, Urc(IRilnsopl,^ al'älnnnl'notnros. S. 95) und T h o m p s o n (En Il>>> NONN-,nz' olutl, »k bl>-z'pl.) hatten ausgedehnte mikroskopische Beobachtungenüber die Gestalt beider Stoffe angestellt, und gefunden, das? unwan-delbar die leinene Fiber cylindrisch, transparent nnd rohrartig gekno-tet, die baumwollene dagegen als ein plattes Band mit einen, Sauman jeder Seite erscheine. Vgl. kVillcinson ,Vinnners nnd (nistoms <>k tlienncient bl^zgitinns III, 115 Bei thicrischen Stoffen, Haaren, Wollefind, wie der Vf. ans eigner Anschauung versichern kann nnd kein Kun-diger in Abrede stellt, die Unterschiede des Bans noch manuichfaltigcr,charakteristischer »nd bestimmter. Man brauchte nur ein kleines Thcil-chcn des Rocks, wie sich derendurch Erschütterung von selbst loslö-sen," nur ein Fcidchen, wie deren nach Ney S. 15 nuten am h. Rockherabhängen, unter ein solches Mikroskop zu bringe», und konnte, nachgehörigen Vorstudien über die Natur der verschiedenen Stoffe, ans derStelle das Richtige erkennen. Hr. Clemens wendet ein, bei einer ägyp-tischen Tunica, die in de» Vköm. de >5Vend. des Inscr. V. Ilist. p. 65beschrieben ist,habe selbst die genaueste Untersuchung nur crmit-tcln können, daß der Stoff dazu vom Thierrcich genommen sei, jedochdahin gestellt sein lassen müssen, ob er aus Schafswollc oder ans Gei-sen- oder Kamcelhaaren bestehe." Es ist der Mühe Werth, die Ori-ginalstclic herzusetzen- HUmnt n Icn,r natura, los clnmisles nnt re-bann», nne i'elalke saune de >a tunigue öloit ile innliere animale,mnis snns pouvair deeidor si eette inatiere provenoit de In brelns,<le In clievre au du cbamean ete. Hr. Laven, auf den sich Hr. Cle-mens beruft, hatte die Stelle vollkommen getreu mitgethcilt. Unserin Frciburg gebildeter Wahrheitskampfcr setzt des bessern Effects we-gen das Wort genaueste hinzu und läßt es gesperrt drucken, ver-schweigt aber, daß die Untersuchung eine bloß chemische war, wasdie Sache ganz ändert. In der That, damals (zwischen 1312 und 1817)hatte man sich jene mikroskopischen Erfahrungen noch nicht verschafft.

2) So sagt auch ein 1655 in Trier bei Hupricht Neuland gedruckterKurtzcr Bericht",materiam . . . n»n lanam esse neu serionm, sedgnantnm diseernere lieot pnlins similem sinAnlnri tenuissinin lina".Wir haben die Notiz von diesem noch nicht zur Sprache gekommenennnd auch von den heutigen Trierer Schriftstellern nicht angeführtenTractat, den jedoch schon Gcrberon S. 75 der Ausgabe von 1677 nndnach ihm Gnerin S. 516 unvollständig citirt hatten, nnd der offenbardie Quelle zu Gnndlings nnd des Moselantiquars Berichten ist, ausDorscheus früher angeführtem Buche, das uns vor einigen Tagen zu-gänglich geworden und von welchem wir noch weiter berichten werden.Wir berichtigen bei dieser Gelegenheit eine kleine Ucbcreilung des Hn.Laven. In dem Ausschreiben Carl Caspars vom Jahr 1655, das auch