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1 (1845)
Entstehung
Seite
46
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den halben Körper unbedeckt ließ. ') Die Herren haben wohl denGebrauch des Wortes nicht gekannt.

Verlangt übrigens Hr. Clemens noch einenähere archäologi-sche Bestimmung für die Farbe des Kleides Christi", so ist die über-wiegende Wahrscheinlichkeit allerdings, daß es weiß gewesen. Denndafür spricht nicht bloß die Analogie, vgl. z. B. Koh. 9, 8, sondernes ist auch in der Stelle Marc. 9, 3:seine Kleider wurden glän-zend, weiß wie Schnee, wie kein Walker auf Erden weiß machenkann", offenbar die Voraussetzung nicht, daß die Kleider farbig ge-wesen und weiß geworden, sondern der Gegensatz liegt in der ge-ringeren und höchst möglichen Weiße; wir wissen aber unter andernaus den Trierer in unserer frühern Vorrede mitgetheilten Gesän-gen', daß Christus die ungenähte Tum'ca auch damals trug. Hier-nach möchte eher Hn. Clemens der Beweis, daß sie farbig war,obliegen.

In Bezug auf den Stoff des Trierer Nockes hat die neueste,überaus sorgfältige" mikroskopische Untersuchung kein Resultat ge-liefert.Der Stoff ließ sich durch die Einwirkung der Zeit nichtmehr erkennen" berichtet Hr. Clemens S. 194. Man kann ebennicht das richtige Verfahren eingeschlagen haben. Vcrmuthlich, danichts Näheres angegeben wird, hat man sich begnügt, den Rockdurch ein Vergrößerungsglas zu bcsehn, wobei denn freilich dieFruchtlosigkeit so schlau angestellter Prüfungen nicht zu verwundernbleibt, während zn solchen Dingen ein zusammengesetztes Mikroskop

1) S. z- B, blonlkancon I'.ämignitv exgliguee III, 1. Tafel II. 13. 14.

2) Der Plural findet sich nämlich in der biblischen Sprache häufig ge-braucht, wo bloß das Obcrklcid gemeint ist. So versteht es sich z-B.von selbst, daß das Kleid, welches Joseph in den Händen der Frau desPotiphar ließ, das lose umgeschlagene Obcrklcid war, wie auch der he-bräische Tert hat; die Ixx aber 1. Mos. 3g, 12. 13. 15.16. 13. Matth. 24, 18 heißt es: wer ans dem Felde ist, kehre nichtzurück sein Kleid rst zu holen; man arbeitete abcrauf dem Feldenicht nackt, sondern in der Tnnica, und hatte dos Obcrklcid abgelegt.Daß dies die richtige Erklärung sei, zeigt Marc-13,16 wo t-isir-o-- steht-Dies ist in einigen Handschriften in den Matthacns übergegangen, wieein Eregct richtig bemerkt, durch einen zcloln« g»i »sum plnrnlis

-rt» iAnoraret. Joh- 13, 4 legt Christus ab, um den Jün-

gern die Füße zn wasche»; auch hier kann nur das Oberkleid Verstandenwerden. So blutlizmi, /iegm, ig

Auch Joh. Isi, 23 gehört hierher; Vgl- Lücke zn dieser Stelle,und überhaupt Lasaub. blxsro. XVI, 25 p. 495.