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1 (1845)
Entstehung
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kennen wir ihren Preis; sie war allerdings relativ wohlfeil, da sienur auf den zehnten Thcil des Preises der Tyrischen kam, aber daSPfund mit ihr gefärbter Wolle kostete immer doch l00 Denare, d.i.etwa zwei und zwanzig Thaler unseres Geldes, und ob mau dieswohlfeil nennen könne, möge Hr. Clemens, nachdem er den Sach-verhalt kennen gelernt hat, selbst znsehn. Da er nun aber hin-zusetzt:

//Warum sollte nun Christus und wenn wir auch seine äußernVerhältnisse so dürftig anschlagen, als möglich, keinen //plebe-jischen Purpur" getragen haben können?"

so wollen wir ihm einmal vorrechnen, wie hoch eine mit diesemPurpur gefärbte Tunica von der Größe der Trierer Nockes damalszu stchn gekommen wäre.

Wir legen der Berechnung folgende Elemente zu Grunde.Der Trierer Rock ist nach Masenius (f. Marx S. 141) lang5 Fuß 1 '/z Zoll, unten breit 3 Fuß 7 Zoll, oben mit den Aermclnbreit 5 Fuß 4 Zoll; jeder Aermcl ist 1Fuß lang, 1 Fuß breit.Dies gicbt dem dazu gebrauchten Zeuge eine Größe von ziemlichgenau 36 Quadratfuß oder 9 Quadratellen.

Von einem sehr dünnen wollenen u/a breiten Zeuge waren,wie die gefällige Mittheilung eines Technikers lautet, 80 brabanterEllen ') gewebten oder 76 Ellen gewalkten Stoffes aus 45 Berli-ner N Garn oder 70 T roher, ungewaschener und ungereinigterWolle gewonnen.

Von einem mittelmäßig dicken Pf, breiten Zeuge waren 60Ellen gewalkten 80 noch nicht gewalkten) Stoffes aus 70 Tgesponnener Wolle -- 100 K roher Wolle verfertigt.

Im erstem Falle gicbt also ein Berliner T roher Wolle2^/,nc>,im letztem 1^/,oo Quadratelle Gewebe.

Die Quantität des Farbestoffs, welche die Purpurwolle einge-sogen hatte, ist verhältnismäßig sehr bedeutend (vgl. Schmidt S.124. 129), daher die gefärbte Wolle viel schwerer sein mußte, alsdie rohe. Man hat das dreifache, Schmidt (S. 162) das doppelteGewicht angenommen. Wir können bei unserer Berechnung dahernicht das Gewicht des Garns zu Grunde legen und handeln gewiß

1) Mascnins hat sciu Maß nicht genau bezeichnet: da es überhaupt »nrans eine ungefähre Bestimmung ankommt, so reicht die annähernde An-nahme hier wie in den andern Fällen ans.