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Er sagt: „seine Kleidung erschien streng, indem er diesen unscrnplebejischen und fast schwärzlichen Purpur trug".') Hr. Cle-mens folgert hieraus einen „gemeinen und wohlfeilen", einen „ple-bejischen Purpur" überhaupt, den also gemeine Leute iu „dürftigenVerhältnissen" trugen. Tiefe Auslegung zeigt, daß er selbst sich indürftigen Verhältnissen in Beziehung auf gewisse, sonst zu jedergelehrten Bildung für nöthig erachtete Gymuasialkenntuissc befindet.Wie Piso, der Cvnsul, Purpur trug und wer damals in Rom über-haupt Purpur trug, ist doch wahrlich kein Geheimnis;. Cicero meintunter „diesem unfern Purpur" den Intus vlnvus, den Pur-purstrc scu, den die Römischen Senatoren, also doch nur die Vor-nehmsten und Reichsten des Staates, als Amtsauszeichuuug an ihrenTuniken trugen, und er nennt die „fast schwärzliche" Sorte, d. i.,wie wir aus den Worten des Ncpos sehen, den violetten, mit iro-nischer Beziehung auf den vor 7 Jahren (denn die Rede ward 56v. Chr. gehalten und P. Lentulus Spinther war 63 Aedil) auf-gekommenen und damals gcmißbilligtcn lyrischen, oder auch auf denschon gewöhnlich gewordenen tarcntinischcn einen plebejischen,was nichts weiter sagen will, als daß er der ordinärste, abernatürlich immer nur der ordinärste der ausgezeichneten Stände war.Wenn Hr. Cl. nun von dem Scinigen ohne Weiteres hinzusetzt „erwar wohlfeil", so ist dies eine, jedoch keineswegs absichtliche, son-dern offenbar unabsichtliche, weil lediglich aus Unwissenheit hervor-gegangene Entstellung des alten Zeugnisses, denn eben aus jenerStelle des PliniuS (die nur Braun nicht vollständig mitgcthcilt hatten
Uro övxt. 8. Vestilus nsper nosten lux! purpurn plvbvia nc pnunui'nson. Ivrrnr. III, Ig: Vv purpurn llievro cnpivnclus est, gunupruvtvxtne in extreum urn tuuivnegue Lennlorum et eguilui» ncl pe-etus per elsvos Intiores et l>n„ustiures iuclebnlur. plvbeini» (icerune pneue kusenin nppeilut, tpiuü VN ip-iv cum vuIZo Senator!»» et Lglli-lnin uielintur III, 7 I uusirnln vucnt, gliocl ncutn et Ilorente (leli-entiurvs tune uivbantur. (Innre I'isn, gui j-rnvitntenl et nnsteritiltvniulleetulnil, ei> purpurn utvbntilr in pinvtextn ue clnvo, »e guis sulll-nie!, tvluni I'isnills vestiinni lüisse purpurvulli. ck. .>.»nl. 4li. b'crrnt.
II, II. p. I!lö. Doch läßt sich wohl nicht ans de»! nustrn mirlolcher Gewißheit schließen, daß auch Cicero selbst diesen Purpur trug,wie Fcrrarius es thnt biuslrn könnte, llild dies ist sogar wahrschein-licher, bloß heißen dieser unser althergebrachter, nun aber ans der Modegekommener splebein). NachNcpoS wäre nämlich der tarcntinischc dergewöhnliche gewesen, womit stimmt, daß Plntarch anch an dem jün-gcrn Cato (Cap. 6) den Gebrauch des violetten Pnrpnr hervorhebt,und so könnte sich Cicero des tarcntinischcn bedient und doch nostrngesagt haben. Für unsere Sache bleibt beides gleich.