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1 (1845)
Entstehung
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96-212, überflüssig geworden und ohne diese unbrauchbarsind. ')

Was die Einwendung von dem verschiedenfarbigen Purpur be-trifft, die auch Hr. Laven S. K4 vorbringt, so gestehen wir, ihrenSinn nicht recht zu begreifen. Wenn wir von Purpur redeten, soverstanden wir doch natürlich darunter jene dunkelrothe, mit geron-nenem Blut verglichene Farbe, die eben der Purpur im engcrnSinne ist. Da nun diese auch unter den alten Purpurfarben ist,so ist offenbar die Verschiedenheit der von den Alten Purpur ge-nannten Farben kein Einwand gegen uns; um so mehr als das Ge-meinschaftliche aller dieser das Rothe ist, das von Natur und be-sonders durch Kunst, durch mehrfache Färbungen u. dergl., mannich-fache und sehr contrastirende Nuancen erhalten hatte. Hr. Laven,der vonalten wirklichen P u r p u r gewändern" spricht, siehtvielleicht darin einen Widerspruch, daß wir den Trierer Nock einerspäteren Zeit zuschreiben, und doch vom Purpur der Alten reden.Aber die eigentliche Purpurfärberei, die freilich jetzt verloren ist, istja während des Mittelalters im byzantinischen Reich geübt worden,und das Abendland wurde von dort fortdauernd besonders zumkirchlichen Gebrauch mit eigentlichen Purpurgcwändcrn versehen.Um nur ein Beispiel anzuführen, erinnern wir daran, daß um dasJahr 1119, also genau zu der Zeit, wo, wie uns Thiofriv lehrt,der h. Nock noch nicht in Trier war, der Kaiser Alexius dem dcut-

1) Nicht so weit, wie die Bonner Philosophie, ist Hr- Laven in der Zeitzurück, der in der Literatur bis auf Hccrens Bericht ans Amati ge-kommen ist. Die Bestimmungen dcS letzter» find freilich schon durchSchmidt umgestoßen, der z B. S. ll>5, Ist. gezeigt hat, daß derWeiße Purpur nie cristirt hat und lediglich ans einem Mißverständnißder Quellen beruht. Der g r a n e Purpur, den Hr- Laven freudig im Druckhervorhebt, ist leider eine falsche Nebersetznng Heerens: denn Amati sagt:Iivistns, kcrruZlncus, venetus, ni^ercaerulea mixlus d. h. blau schw arz.Höchst charakteristisch ist es, wie die Trierer Geistlichkeit von 1512 demihr verhaßten Orcndelgedicht vom grauen Rock gegenüber bestimmt er-klärt:Seine Farbe ist nit graw," und die heutigen Apologeten, dem-selben Gedicht zu Gefallen, den Rock durchaus grau macheu wollen,wobei sich das arme Wort grau viele Mißhandlungen gefallen lassenmuß, Wir werden ans diesen Pnnct noch zurückkommen, Possirlich istauch, daß, während Hr, Clemens und Hr. Laven ihre Argumente ansdie Verschossenheit des Rockes gründen , Hr Ney mit Händen und Fü-ßen gegen uns dafür kämpft, daß derselbe durchaus seine volle natür-liche Farbe habe.

2) Wir verweisen darüber der Kürze wegen ans Schmidt S, 296299,