bcnspicl, eben die charakteristische Eigenschaft der Purpurfarbe, zeugte.Die neue Untersuchung berichtet über die Farbe, daß sie dunkclrothsei, was dem nicht widerspricht, und wenn Hr. Clemens jenesSchillern aus dem möglichen matten Changiren verschossener Farbenerklären will, so ist damit nicht aus dem Wege geräumt, daß diesrühcrn, unbefangcncrn Berichterstatter, Browcr, Agricius, Wörterwie ruMaro gebrauchen, was zu seiner Erklärung nicht paßt.
Wir hatten unter Voraussetzung der Nichtigkeit der Thatsachebemerkt, daß die Farbe als wirklicher Purpur zu thcucr und luxuriösgewesen, um, nach Maßgabe der in der evangelischen Geschichte ge-schilderten VcrmögcnSvcrchältnissc Christi und mehr noch seiner eignenReden, von ihm getragen zu sein. Da Hr. Clemens sich auch derFolgerung oppouirt, so wollen wir seine Einwendungen etwas näheranalysircn.
„Hätte Hr. G. die Altcrthumswisscnschast, ich will nicht sagen,aus den Quellen, sondern nur aus fleißig gearbeiteten Werken überdas Kleidcrwesen studirt z. B. aus dem Buch Brauns oder ausder einmal von ihm angeführten Schrift Ferrari's, so würde er indiesen weitläufig und mit allen dahin gehörigen Belegstellen ansden alten Schriftstellern ausgeführt gefunden haben, daß imAltcrthum nicht nur verschiedenfarbiger Purpur im Gebrauchewar —"
Den guten Willen des Hu. Clemens uns Nachschlage zu ge-ben, was wir alles hätten thun sollen, haben wir schon einigemalmit Dank und Belehrung anzuerkennen Gelegenheit gehabt.Wir hätten uns durch die Stelle im Klemens von Alexandrien,Wir hätten uns durch die Katakombenbilver prostituircn sollen; aberer weiß nun die Gründe, weßhalb wir es nicht gcthan. Auch jetztwollen wir ihm unfern Dank dadurch an den Tag legen, daß wirihm seine eignen Worte verstehen helfen. Wie er die „Quellen"studirt hat, wird sich gleich weiter zeigen und geht daraus hervor,daß er die von Braun und Fcrrarius angeführten Stelle» der Al-ten, einen kleinen Theil der darüber vorhandenen (Fcrrarius hatetwa zwanzig) für alle dahin gehörigen Belegstellen hält. SeineKenntniß von der neuer» Literatur des Gegenstandes zeigt sich ausder Anführung zweier nunmehr 260 und 165 Jahr alten, für ihreZeit sehr guten Sammelwerke, die aber durch die späteren Unter-suchungen, wie namentlich durch die neueste, musterhafte Arbeit vonSchmidt, Forschungen aus dem Gebiete des Alterthumö 1842 I-