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her konnte das Wort von der vbern langen, wie von einer langennntern gebraucht werden; folglich kann, trugen die Schriftgclehrtcnauch eine kurze Tnnica unter der von Christus gemeinten aro).,stder Vorwurf nur auf die Länge gehn.
Hr. Binterim S. 46 will, es seien mit den Stolen //die außer-gewöhnlichen langen Kleider mit Schleppen, Franzen und starkenSäumen" gemeint. Er schließt dies aus der Stelle Matth. 23, 5sdre auch Hr. Clemens herbeizieht), wo von den Phplaktcricn undden vier Quasten, welche die Juden nach 4 Mos. 15, 37 tragenmußten, gesprochen wird. Aber die Phplaktericn waren keine Schlep-pen und Franzen, sondern Pcrgamcutstrcifcn oder dergl. mit Sprü-chen beschrieben, und die Quasten kein Saum; letztere wurden auchnicht an Tuniken oder Stolen, sondern an den vier Ecken des Ober-klcidcS getragen. Die Veranlassung zu dem Jrrthum ist ein Miß-verstand der Worte -eg«ank<loi/, lat. limtiiüu, die zwar auch Saumbedeuten, aber seit die Ixx, wie später Hieronymus, sie aus Man-gel eines eigenen Ausdruckes für jene Quasten gebrauchten, in derbiblischen Sprache diesen Sinn haben.
Eine vierte und fünfte Erklärung endlich finden wir zugleich mit denbeiden letzten noch bei Hn. Clemens. Er meint //es sei eine ganz//der hrömischcn) Stola entsprechende weibliche, oder eine reiche//und prunkhaste Kleidung im Allgemeinen."
Die erste dieser Auffassungen verstößt gegen die Geschichte.War an der von Christus gerügten Stola irgend etwas charakteri-stisch Weibliches, so dursten sie die Juden nach 5 Mos. 22, 5nicht tragen, und daß am wenigsten die Schristgelchrten sich überdies Verbot hinausgesetzt haben, verbürgt uns die ängstliche Gesetz-beobachtung der Zeit.
1) Er wendet S, 18 viel Gelehrsamkeit ans (die angeführten Citate ste-hen so ziemlich auf einer Seite bei Ferrarinö beisammen», um zu be-weisen, was kein Mensch längnct, haß die Stelen römischer Damen mitlurnriösen Säumen geziert waren: wenn er jedoch aus der Erwähnungderselben schließen will, es habe bei ihnen keine Stolen ohne solche Säu-me gegeben, so kann er sich des Gegentheils überzeugen ans den Ab-bildungen antiker Statuen bei Montfancon I'/VnliguNö vxpliguöe lll, 1.Tafel 1l>—22, oder ans andern Bildern, z. B. der Matrone ans deraldrobaudinischcn Hochzeit, an denen keine Spur eines Saumes zu se-hen ist. Der Schluß aber, daß die Stolen derPharisäcr mit den Säumenrömischer Damen versehen gewesen seien, «,,g anz der Stola entspre-chend") geht doch etwas in das Wunderbare-
2) unterscheidet Jos- L. 1- IV, 9, 10. — Einen