Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
37
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Endlich soll -?rc>^' eine reiche Kleidung im Allgemeinen sein.Da aber schon sür sich Kleidung und ,/jede Art von Klei-

dung" bedeutet, so kann das Unterscheidende eben nur in dem Zusatzreich, prunkhast liegen. Aber dieser, auf den alles ankäme,fehlt im Text.

Es bleibt also immer nur das cine übrig, den Nachdruck desWortes auch hier in dem zu suchen, was sie zur Stola

macht, und durch welches alle langen Tuniken, seien es medische,persische, römische oder die der südischen Priester, zu Stolen werden,nämlich der Länge.

Aus der mißbilligenden Erwähnung der Stolen der Schrift

Vorgänger in dieser Erklärung Hut der Hr. Ur, au Epiphanins Ilaer.1l> 16 , dessen wirre Vorstellungen bereits von blill Viss, sei, 1.724,269. isenii^er Uleneir. trilmoo. e 8 und andern widerlegt sind.

1) Hesychius erklärt so durch das bloße

. 2) Ein werthvolles Argument nimmt Hr. Clemens, um diese Mißbilligungunschädlich zu machen, ans dem Gebrauche des Wortes Rabbi her: ermeint die Schriftgelchrtcn wollten bloßdarin etwas suchen, damitgroßthun." Wir wollen ihm die Sache, die cine ganz andere Bedeu-tung hat, erklären, Während jener Zeiten bildete sich langsam unterden Inden diejenige Hierarchie aus, deren vollendetes Gebäude uns indem Talmud vorliegt. Die Schriftgclehrten setzten sich in de» alleini-gen Besitz des Gesetzes und seiner auf einer angeblichen Tradition be-ruhenden Auslegung ; sie wollten die Bewahrcr des Heils für das Volksein, banden die Gewissen desselben, schieden sich von ihm als cinehöhere Sorte Menschen ans, und verlangten strenge Unterwerfung undtiefe Verehrung. Das äußere Zeichen dieser höheren Stellung sing da-mals au (denn durchgebildet war das Verhältniß noch nicht, der Titelbezeichnete noch nicht die zu erwerbende gelehrte Würde, und dcßhalb konnteman Christus, weil er ja auch lehrte, im allgemeinen Lehrer anreden),der Titel Rabbi zu werden, und diesen verlangten, wie wir ans Matth.2.?, 7 sehen, die Pharisäer, eben die Begründer der Hierarchie und desRabbincnthnms, als eine ihnen zukommende Ehrenbezeugung, ganz wiewir später im Talmud (Berach. 27 b. Ketnb. 69 >>: vgl. Maimou.Talm. Tor. 5, 1) lesen, daß einen Rabbinen ohne diesen Titel mitbloßem Namen anzureden, als Auflehnung gegen die Verfassung ange-schn, und sogar mit Ercommunication gestraft wurde. Wenn Christusaber seinen Jüngern sagt! ihr sollt euch nicht so nennen lassen, undhinzusetzt, denn ihr seid alle Brüder, so ergiebt sich als Grund desVerbotes, daß er unter seinen Jüngern keine Hierarchie, keine solchebevorzugte Classc von Hcilsbewahrern will. Wenn er fortfährt: denneiner ist euer Meister, der Messias, so setzt er sich nicht etwa jenen Rab-binen gleich, sondern ihnen entgegen; denn ihm komme vermöge derhöhern Natur seines Lehramtes der Name allein zu. Die beidenFälle sind also grundverschieden: Christi Wesen ist es, allein Meisterzu heißen, und die Pharisäer sind die falschen Meister Aber das Tra-gen eines langen Rockes in Christi Wesen zu setzen, dürste wohl nurWenigen einfallen.