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1 (1845)
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schrieb, und dessen Kleidcrvorschriftcn der Hr. Dr. füv Zeugnisseüber die Tracht der orientalischen Völker hält, weil ^ derselbe sicheinmal in Syrien und Palästina, um einen berühmten Lehrer zuhören, aufgehalten hat! ch

Jenes Verhältniß bei den Hebräern galt namentlich in späte-rer Zeit. In den früheren Jahrhunderten muß die kurze Tunica allgc-mein gewesen sein, wofür wir einige Belege anführten. Jndeß un-sere Behauptung, daß das Unterkleid der Priester früher kürzer ge-wesen sein müsse als sie zu Joscphus Zeit war, bezeichnet Hr.Clemens alsganz willkürlich". Wir hatten freilich den sehrbekannten Grund, auf den sich diese Annahme stützt, kurz, aber fürden Kundigen hinlänglich angedeutet und dazu Jahu's Archäolo-gie citirt. 2) Er aber, der von diesen Dingen nichts ahnt, hat sich

l.) Ucbrigens sind die Stellen weit entfernt, das zu besagen, was derHr- vr. daraus pressen will. Sic reden von dein LuruS in weiblicherKleidung, nieinen, da die Kleider nur dem Bedürfnis) der Bedeckungdienten, so folge, daß die Frauen an sich dieselbe Kleidung wie dieMänner tragen müßten; solle ihnen jedoch etwas nachzugeben sei», sosei dicß, das ihre Gewänder nur wenig steht nachdrück-

lich voran) weicher seien. Von der Form ist dabei gar nicht die Rede;aber gerade aus dieser Nichterwähnung schließt der Herr vr., daß dieMänner eben so lange Kleider getragen, als die Frauen. Folgt aberetwas daraus, so folgt das Umgekehrte. Denn der Mittelpunkt allerErmahnungen des Alerandriners ist, daß alles irgend Ucbcrflüssigc ver-miede» werden solle. Lange Kleider aber sind nur bei Frauen nöthig(es ziemt sich, daß kein einziger Kvrpertheil bei den Frauen unvcr-hüllt bleibe," sagte Klemens an derselben Stelle): bei Männern, wo dieAnstandsgründe sie nicht nöthig machen, können sie nach Umständen zumUcbcrfluß gehören, und wie wenig der Kirchenvater hier allgemeine Vor-schriften geben will, geht daraus hervor, daß er ausdrücklich sagt: dieKleider sollen sich richten nach dem Alter, der Person, den Orten, derConstitution und den Beschäftigungen, wo offenbar au verschiedeneFormen, nicht an verschiedene Stoffe zu denken ist.

2) Jahn sagt III, 3ltö : das Unterkleid der Priester reichte nach Joscphusbis an die Knöchel hinab;vor Alters aber dürste es Wohl kürzer gc-wcsen sein, wie selbst die Vorschrift, Hosen zu tragen, anzuzeigen scheint-"Wir fügen noch folgende Stellen aus ihm hinzu: II, 75:Mose hatdieses Kleidungsstück nur den Priester» wegen eines Umstaudcs derEhrbarkeit vorgeschrieben, und selbst der König David scheint es 2.Sam. ü, 20 nicht getragen zu haben." II, 79:bei den alten He-bräern scheint das Unterkleid, wenigstens bei Männern, nicht viel überdie Kniec gereicht zn haben , wie man nicht nur aus 2. Sani. 6, 20,sondern auch daraus schließen kann, daß den Priestern bei dem heili-gen Dienst der Ehrbarkeit halber Hosen vorgeschrieben werden-"Hr. Clemens wendet noch ein, daß man bei unserer Annahmeden gc-wisscnhaftcn Schriftsteller Joscphus einer unverzeihlichen Nachlässigkeitund Untreue beschuldigen" müsse, zum neuen Beweis, welch ein Neuling