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1 (1845)
Entstehung
Seite
27
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Häuptling zu, (S. 20) die laugen Kleider hätten auch bei orienta-lischen Völkern als cm Zeichen der Weichlichkeit gegolten undkönnten dcßhalb bei den Hebräern nicht wohl angenommen werden.Von den Römern und Griechen hatten wir dies gesagt (wie sichja einfach daraus ergab, daß wir erst später von orientalischen undendlich, mit ausdrücklichem Uebergange, von den Hebräern reden),aber keineswegs von den Orientalen, bei denen ganz dem Sinn deralten Berichterstatter gemäß gesagt war, daß der Umstand bei rei-cheren und üppigeren (dies ist etwas anderes als weichlichen) Völ-kern hervorgehoben werde. So zählt z. B. Athcnäuö die langenStolen durch sein ganzes zwölftes Buch immer als Beweise dcSLurus bei fremden Völkern imd ihnen nachahmenden Griechen auf.')Wenn sich Hr. ClemeuS ferner einbildet, daß alle Babylonier,Phönicicr u. s. w. lange Kleider getragen, so ist dies eine eben sofalsche Vorstellung. An sich ist es widersinnig, und dem widerspre-chen auch die Bildwerke, z. B. die perscpolitanischcn oder die neuentdeckten ninivitischcn, auf denen Vornehme in Stolen, gewöhnlicheLeute in kurzem Unterklcidc erscheinen, während die Alten erzählen,daß gerade diese Assyrer nicht blos die Stolc, die lange Tnnicagetragen, sondern auch zuerst getragen hätten. ^) Von diesen sollsie aus die Medcr uud Perser übergegangen sein, daher die Grie-chen ein solches Gewand die mcdische, persische oder barbarischeStola nannten, und daß ihr Auszeichnendes die Länge war, erhelltaus Tenophons Erzählung.: Cprus habe die vornehmen Perser dcß-halb zur Annahme der medischen Stola veranlaßt, weil durch siekörperliche Mängel versteckt würden. So werden denn auch denPhoenicicrn und Punicrn lange Chitonen zugeschrieben, die aber den-noch keineswegs allgemeine Tracht waren. Bei Tertullian ') haben

t > Daß sich übrigens die Alten nicht leicht auch von der Voraussetzungder Weichlichkeit dabei losmachen konnten, zeigt z. B. AthcnacnS XII,25. p. 523, wo er sich wundert, daß die Iberer, obgleich sich langerTuniken bedienend, doch nicht der kriegerischen Tapferkeit entbehrten,wahrend die Massalioten, die die gleichen Kleider trüge», weibisch ge-worden seien.

2> Ilioü. II, g. lust I, 2.

Z) vj-rop. VIII, l, »0.

IIa I'iilli« o. t: vubis bnliiins nlilor alim tunioao kucre M guisicniin kann, üv . . mcnsurao lomporamento, gnaü neguo Irans crui»prexli^ae ncc inlra picnua inveroonnclao Mo. Hr. Clemens bcrnst sichdarauf, daß Otf. Müller (>n einem Zusatz der 2. Aufl. seiner Arch.