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1 (1845)
Entstehung
Seite
26
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dor Darstellung mit den Einzelheiten der parallelen HerdnischenKunst erwiesen, vergebens Munter und andere Erklärer geschrieben,vergebens die Compendicn der Kunstgeschichte die Kunde davon all-gemein gemacht:er hat das so wenig, wie anderes, gelernt,findet sich scdoch vollkommen berufen, in hohem Ton uns darüberzu belehren uiw mit aller der Zuversicht, deren die Unwissenheitsähig ist, zu behaupten, dasidiese Belege keiner weiter» Untersu-chung bedürfen"!! Wir wollen uns nicht die überflüssige und wcit-länftigc Mühe geben, die Abweichungen der Bilder von dem jüdi-schen Costnme aufzuzählen; nur ein Beispiel mag angeführt werden.Die semitischen Orientalen haben bekanntlich immer Bärte getragen,die Inden waren nach dem Gesetz verpflichtet (3 Mos. 19, 27;21, 5) einen bestimmten Theil desselben nicht abzuschneiden, nichtsdestowem'ger erscheint Christus auf den fraglichen Bildern, und zwargerade in den Scenen seines MauneöalterS, viel öfter bartlos, alsbärtig. Ist daS Costüm aber, weit entfernt orientalisch zu sein,gar römisch, und dazu vielfach durch symbolische Zwecke bestimmt,so haben wir doch vielleicht wohlgethan, diesenatürliche Quelle"stillschweigend bei Seite zu setzen und es andern zu überlassen, sichdamit zu prostituiren.

Unier den Einwendungen dcS Hn. Clemens ist eine, bei wel-cher er unsere Worte mißverstanden hat. Er schiebt uns die Bc-

1) LoUm'i 8oultura e pilMio saxre. Kol» 1757. lv>. tBandl.)

Iluo/ieUe 8ur Wz anliguiws oiii'vlwnnos lies Eutaoumkes, drei Ab-handlungen in de» Köi». iw I'Xonel. iws lusar. XIII. und besonders. Z. B.S. 5. I/exprossia» cles snjels cbrötwns so leuuvv ^önörnwment,'anwrme »NX ciannöes antiguos et I'imiwlioo pvsitivv llos inullöiosoröös pur w pagninisiuv s'z' Mit seutir i> tous los (I.stails Uo I» o»u>-Position et <tu c»idu»»e Vgl. S 4 und sonst. Munter Sinnbilderund Knnstvorstcllungcn der alten Christen. 1825. I- p. 25 : Das Costnni istdurchgängig nicht orientalisch, wenn wir die Magier aus dein Morgen-lande ausnehmen, die gekleidet sind, wie wir Phrygicr und Armenierans den alten Kunstwerken wahrnehmen. Christus und die Apostel undalle übrige handelnde Personen, Männer und Weiber sink römischgekleidet. Kugler Handbuch der Kunstgeschichte 1842. S. 585:Ebenso erscheint auch die Fassung, die Bewegung, die Gcwandnngder Gestalten noch ganz in den Formen der römischen Kunst. Vergl.Sicklcr Almauach aus Ron, 1810. S. 174. 179. Der Vf. erinnertsich im Ilnbiin Ilovioxv von 1853 eine Abhandlung gelesen zu haben,in welcher das Verhältnis, dieser Darstellungen zu den heidnischen vor-trefflich dargestellt war, kann aber daö Buch, daö.jetzt außer seinemBcrctch ist, nicht näher anführen.