Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

— 19 —

Die alermihrimschtn Gelehrten, die das A. T. nicht in derUrsprache, sondern griechisch lasen, nnd zunächst Philo haben dasWort anders verstanden. Sie nehmen es in der nächsten Bedeu-tung als blumig, und nicht als Apposition zu (ivl'ckxoi-, sondernals Neutrum, etwas Blumiges, ein Blumcngebildc.

315 so zu fassen ist, als stehe ,"x>4o? von thicrischcn Farbcstoffen,den» ,ö r,üx 7.,'>4n,x sagt Llem. ^l.242,8, noch, wie Schmidt

Forsch, ans dem Gebiete des Altcrthnms S. 119 will, weil die Schneckenur ein geringes Quantum des Saftes enthalte, denn dem widersprichtder sonstige Gebranch nnd so redet z.B. ltionps. I'or. 1178 von -antttizk ,,,'2,00,, der doch sicher nicht in so geringer Menge

gefunden ward. ist oft bloß gefärbt sein, färben:

Iloroll. I, 98 uaxoix von einfachen Farben; Xrist.

II. Xn. V, 15 : der Purpur gewisser Schnecken erscheint als WeißesHänichen; dieses gerieben x«, ,lxS,'5k, tos. Xnr.

Iii, 7, 4, ^,-.4,,; III, 7, 5 : /tckuuaa, ; dem.

Xlex. 756, 29 <<^,4tau,-i» von einfachen Farben ; a^Aosle,,/^c, 19>il.II, 478 nnd oft, kann bloß bnntgcfärbt sein, da Blumcngebildc gewirkt,höchstens gemalt wurden, aber selbst ,lxAoz^>n^ik-x wird so gebrauchtbei Uliiln I. 33: Gott gab dem ersten Menschen eine schöne Farbe,-),,,4o/(>«-/ti, so daß er der Schönste war; wo die Bedeu-tung blumig zeichnen nicht Statt haben kann. Daß ,-xS^nä?, ck,->4,-»wx. auch so vorkomme, daß es nur die lebbafte Farbe be-

zeichnet /ZNTIIUX llos. 8uiel.) , beweist das hänsige

und »x>4,,,ä ),<><,Iun?„ , »nd so ist es Wohl durchgängig zu versteh»,wenn cS ohne nähere Bezeichnung von Kleidern steht. (So auch Mül-ler Enmcn. S. 199: glänzend bunt, vgl. Archäol. 8. 319, 3). DicSbeweist 8uiüi>s, s. v. t^nlenxoo, wo axAlxoix und 7. kn^k/uoxa!den Gegensatz bilde» (von H». Ile. Clemens, der das Wort in einerandern Stelle desselben Suidas durch „mit Blumen verziert" übersetzt,war dieKcnntniß dieser Stelle freilich nicht zu verlangen, da sie Brau»nicht eitirt hat) und der Ausdruck des dem. XI. 235, 12 „t ,0,5tleo-x ?o,.xn,ttt ?a>4^,?5, der offenbar nicht heißt, wie er will, „mitBlumen verzierte Kleider" (wird Wohl jemand ein Blnincnstück: „eineTafel die den Blumen gleicht" nennen?), sondern solche, die durchPracht oder Mannichfaltigkcit der Farben den Blumen gleichen. Ebenso bildet bei Strabo XV, 3, 19 7.knxve den Gegensatz gegen ,'»a4,n,'.e.nnd bei dem. Xlex. 289, 9 liest man : ,öz'väx z,,/x,'>i >ie,/x>4,a,,ki'ox?,olxi2/>, ,0,', o2ox ckk 7. k » X co A ». Derselbe nennt 298, 5>

n>Sl,-,ü^ /?a,/k,e, die Wolle wnrdc aber natürlich nicht mit

Blumcnfignren gefärbt, sonder» diese erst daraus gewebt. Man hatdaher immer erst Wohl znzuschn, ob in den Terten sonst eine Andeutungist, welche erfordert, äx>4,^ö? im Sinne von blumig zu nclnnen, z. B.bei dem ??0lx-7.r-xS,s5 des Klemens entscheidet das folgende rix.

1) Man hat bisher geglaubt den Widerspruch so vermitteln zu können, alssei der dem Granatapfel bleibende Blnthenkelch zu verstehn. So auchdie Rabbincn. Aber man braucht nur die Abbildung eines solchenGranatapfels z. B. bei Hapnc Darstellung nnd Beschreibung der in derArznepkunde gebr. Gewächse Band. IX. 1825. Tafel 35 anznsehn, umsich von der Unmöglichkeit dieser Annahme zu überzeugen.