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1 (1845)
Entstehung
Seite
15
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und den Duft des Nemchwerks sehen, sondern annehmen, daß derHerr das Annehmliche der Liebe, den geistlichen Wohlgeruch aufdem Altar dargebracht habe." Der welcher dies Opfer verrichtet,wird hier geradezu der Herr genannt. Will uns Hr. Ur. Cle-mens aus diesen Worten auch beweisen, Christus sei ein Levit, einPriester gewesen und habe priesterliche Functionen verrichtet, wozunach dem Gesetz nur die Nachkommen Aarons^befugt, waren?

Genau so verhält es sich nun aber mit den streitigen odervielmehr nicht im Mindesten streitigen Worten. Der --'grex,von dem sie reden, ist der Hohepriester, das Vorbild Christi, desHerrn. Und daß Klemens ja nicht mißverstanden werde, dafür hater selbst bestens gesorgt, indem er von dem Talar spricht.

Der Hr. Doctor hat, wie bemerkt, ganz richtig gesehen, daßder Kirchenvater von einem seinen Lesern bekannten Kleide spricht.Es wäre also wohl seine Schuldigkeit gewesen, wenn er in diesemZweige der Literatur so wenig bewandert war, sich danach umzu-schn, welches Kleid darin mit dem Namen der Talar so be-zeichnet werden konnte, daß die Leser gleich wußten, wovon dieRede sei. Er würde dann vermieden haben, daß nun an den Taggebracht werden muß, wie dürftig seine und seiner Rathgcber Kennt-nisse in diesem Fach sind.

So est in den griechisch-jüdischen und altchristlichen Schriftenvon dem Talar die Rede ist, wird darunter die obere Tunicades Hohenpriesters verstanden, von der wir in unserer ersten Schriftbereits bemerkt haben, daß er nach. Joscphus, Philo und den ihnenfolgenden Kirchenvätern bis auf die Füße siel. Dieser Umstand giltso sehr als auszeichnende Eigenschaft des Kleides, daß es damitallein benannt wird.

So sagt Hieronymus'): der Talar ist eins von

den acht Kleidern des Hohenpriesters, daS lateinisch tuluriZ heißt,und diesen Namen deshalb erhalten hat, weil es bis auf die Füßefällt." So sagt Klemens S. 664, ohne daß irgendwie eine Er-wähnung des Hohenpriesters vorherginge: daß das alte Testamentin Borbildern, Symbolen, Geheimnissen rede, zeigtdie in Bezugauf den Talar getroffene Einrichtung, welcher durch bunte sich

1) bl?, 9,2. UN!» ex ort» vestium est bontiliei!, giine

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