das Argument mit seiner vollen Beweiskraft ein, daß die evangeli-sche Erzählung und die eignen Worte Christi unö nicht erlauben,ihm einen Luxus der Art anzudichten.
So ist nun allerdings kein zuverlässigerer Beweis für die Un--ä'chthcit des Trierer Rockes denkbar, als dieser, den der Rock selbstmit seinen Vogelsigurcn unwiderleglich ausspricht, und es ist wunder-bar genug, daß gerade seine eifrigsten Vertheidiger dies Argumentuns in die Hände geliefert Haben.
Aber viel i, ziriiz«
Sie haben geglaubt, das Eingeständniß unschädlich machen, sa sogarzum Besten wenden zu können. Hr. vr. ClcmxnS hat eine Stelledes Klemens von Alexandrien aufgefunden, welche nach seiner Meinungsogar beweist, daß Christi Kleid nothweudig so beschaffen gewesensein müsse, wie es der Trierer Nock ist.
Der Herr Philosoph hat einen lächerlichen Mißgriff begangenund die theologische Gelehrsamkeit, mit der er sich spreizt, auf einelamentable Weise compromittirt. Dies soll ihm setzt auf das Gründ-lichste bewiesen werden.
Der Kirchenvater, nachdem er den Klcidcrlurus als den Chri-sten unziemlich dargestellt und besonders die bis aus die Spitze derFüße herabfallenden und mit Säumen und Figuren gezierten Kleidergetadelt, beantwortet einen möglichen Einwurf im voraus so:
„Wenn aber jemand dagegen den Talar') des Herrn anführen„wollte: so bedeutet jene buntblumige Tunica die Blumen der Weis-heit, die bunten und nicht welkenden Züge, die Reden des Herrn,„welche den Glanz der Wahrheit zurückstrahlen. Ein ähnliches an-„dercs Kleid zog der heilige Geist dem Herrn durch David an,„indem er so ungefähr in den Psalmen sagt hl(>4, l. 2): Mit„Preis und Pracht bist du bekleidet, gehüllt in Licht wie in ein„Obergewand."
1) Es möge erlaubt sein, um für 7re>clh>?5, bis auf die Füße fallendeTunica, ein einfaches Wort gebrauchen zu können, dieses sonst bei unsin andern: Sinne geltende anzuwenden.
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