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Erst da ward cS uns möglich, von der Notiz Gebrauch zumachen, als wir sie durch eine mündliche Nachricht, der wir allenGlauben beizumessen Ursache hatten, bestätigt sanden. Dies ist imAnhange zur zweiten Austage in der Art geschehen, daß wir dieseNachricht nicht verbürgt, aber die bei Voraussetzung ihrer Nichtig-keit sich ergebenden Folgerungen vorläufig gezogen haben.
Der Erfolg hat unser Vertrauen gerechtfertigt. Die von unsmitgetheilte Thatsache hat ihre Bestätigung von einer Seite her er-halten, welche allen Zweifel geradezu aufhebt. Hn. Ur. Clemenösind wir Dank schuldig, daß er die Sache in volles Licht gesetzt hat,indem er S. 34 seiner Schrift, auf das Zeugniß des Hn. Weihbi-schofs l )r. Müller und deS Hn. Domherrn von Willmvwökyfolgendes mittheilt:
„Bei der mikroskopischen Untersuchung, welche im vorigen Jahr„vor der Verschließung des Kleides Statt fand, entdeckte man an„einigen Stellen Vogelgestaltcn, wovon jedoch die Verschossenheit„der Farben nur den etwas langgeschwciften Hals mit einem zuge-spitzten Streifen, der sich an die Mitte desselben, wie ein Pfeil,„ein Strahl oder ein Keil anlehnt, den mit drei senkrechten kleinen„Streifen, wie mit einer Krone, geschmückten Kopf und die Füße„mit einiger Deutlichkeit erkennen ließ.') Der Grund zeigte sich von„dunkclrother, die Figuren von gelblicher Farbe."
ner Naturphilosophie die Möglichkeit davon vorzndcmonfirircn? Eordelerwähnt den Damast übrigens ausdrücklich als nur an der Vorderseitebefindlich! „man fand, daß die Rückseite mit Gaze überzogen, die sich„an manchen Orten losgelöst hatte und in Fasern herabhängt; dieVor-„derscitc aber war mit rothblumigcm Damast überzogen u. s. w.es wäre also 1810 der Rock nur halb da gewesen? Von dem inne-ren, seidenen, grünen Gewände weiß Cordel nichts, spricht aber voneiner „schwarz g r ü n c n Kante " (Honimcr S. 33. Hr. Marr S. 14that Gründe gehabt, dies auszulassen) in dem „Loch oder Ausriß" (wo-für Hr. Marr bloß „Riß" zu setzen für gut befunden). Alles diesreimt sich nicht. Die Sache ist faul.
1) Der Beschreibung nach scheinen es Pfauen zu sein.
2) Wir fügen, nni gleich alle neuen Aufschlüsse zusammenzustellen, welchedie Untersuchung geliefert hat, folgendes aus S. 104 bei: „Es stellte„sich heraus, daß der Rock, der ans den ersten Blick nur ein einziges„Gewand darstellt, ans zwei Gewändern von gleicher Form und Größe„bestehe, wovon das Eine, von Seide und grünlicher Farbe, dem an-„dcrn als Futter untergelegt ist. Sic haften so dicht aneinander, daß„sie durch das Auge gar nicht geschieden werden können. Sie hangen„indessen nicht zusammen, sondern lassen sich vollständig auseinander her-