rade nur zu wahr. ') Aber cinr Bcdenkllchkclt erregte der Umstand,daß in demselben Protocvll gesagt war, man habe den Neck miteiner „chedessen darauf gemachten Art von Firniß, der sich v e r-'/blättcrt habe" bedeckt gefunden, während cS am 31. Octoberdesselben Jahres in dem Verschließungsprotocoll sS. 33; Marx S. 14!)heißt: „die Vorderseite war mit rothblumigem Damast überzogen,„der größtcntheils verschwunden war und nur noch geblättert„anklebte". Nun wußten wir allerdings nicht, ob eö naturhisto--risch möglich ist, daß ein Firniß in der Zeit vom 31. Juli bis zum1. October sich in rothblumigen Damast verwandele; aber es konntesa ein Wunder geschehen sein, und jedenfalls blieb der Auswegübrig, daß die Figuren nicht in dem Rock, sondern in dem roth-blumigcn Damast befindlich seien.
1) Wie theilen die beide» Tcrtc in übersichtlicher Form mit:
Hommcr S. 32
Mit dem weiße» Taffcnt »ahm ma»»»» das Kleinod heraus, legte es ansde» Altar i» die Capelle, breitete esganz aus und betrachtete es gcna», fandes am Äordcrtbeil wie geblättert, sodaß der erste Anblick der Erwartnngnicht entsprach, und man gewünschthätte, weniger Zeugen desselben zuhaben, oder den heil. Rock nicht inihrer Gegenwart ausgebreitet zu ha-ben; man entdeckte einen Kopf voneinem Thier darauf, und vermnthctc,daß man chedcssen zur bessern Erhal-tung des heil. Kleinods eine ArtvoiiFirnißda ra u f g c m a ch t ha-be, der sich mit der Zeit verzehrt undverblättert habe, wovon den» auchmanche Theilchcn sich ablösctcn, ab-fielen und von Einigen entwendetwurden. Spuren eines hohen Altersfind unverkennbar daran.
Marr S. 139
Mit dem weißen Taffcnt wurde dash. Kleid herausgenommen und ansden Altar in der Capelle niederge-legt, ausgebreitet und genau betrach-tet. An dem Vordcrtheil erschien der-selbe wie geblättert,
und man vermnthete,daß mau ehedem zur bessern Erhal-tung des Kleides einen seinenStoff daran geklebt habe, dersich mit der Zeit aufgelöst hatte undin kleine» Blättchcn sich jetzt ablöste,von denen auch manche Theilchcn ab-fielen und Von vielen Umstehenden weg-genommen wurden. Spuren eines ho-hen Alters sind unverkennbar.
2) Hr. Hr. Clemens verwirrt die Sache von neuem. Er meint S. 104:„der rothblnmigc Damast ans der Vorderseite, von dem Corde! spricht,„und der ILIO größtcntheils verschwunden sein soll und nur noch ge-blättert anklebte, war unstreitig das obere Gewand selber, ans dem sich„auch die Figuren befinden." Hiernach wäre das obere Gewand, weicheseben der sog. ungcnähte Rock selbst ist, bereits ILIO größtcntheils ver-schwunden und doch 1844 wieder vollständig da gewesen! Sollte sichder Hr. Doctor nicht dazu versteh» , uns blinden Verstockten, die wirdenn doch das zu bezweifeln geneigt sein möchten, aus den Tiefen sei-