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Widerlegung der Schrift: Die zwanzig heil. Röcke der Prof. D. D. Gildemeister und von Sybel
Entstehung
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nern mit Wachskerzen in den Händen, der sich rechtsnach einer Kirche bewegt, vor deren Thür ihn die Kai-serin in langer Tunica und Mantel, eine Mütze mit Per-lencinfassnng im Arm empfängt. Auf der Kirche, so wiehinter dem Znge auf der Straße und in den Bögen,Fenstern und auf dem Dach eines langen Gebäudes, vordem die Straße hinlief, ist Alles voll Zuschauer, vondenen die in den Fenstern Ranchfässer schwingen. DasGanze war, bis auf ein paar abgesprungene >Nöpfe, trotzder besonders im Vordergründe stark heraustretenden Schnitz-arbeit, wohl erhalten, und der Kunststyl nicht der by-zantinische, sondern der römisch-antike der gesun-kenen Kaiscrzeit, wie er auf den ältesten christlichenDiptychen vorkommt." Die Hrn. Prof. erwähnen ganzkurz in der Note S. XXII. der Vorrede diese merkwürdige Elfenbeintafel, so wie auch des Geh. R. SotzmannAufsatz hierüber, aber sie wissen sich das Ganze gar leichtzu machen, indem sie beifügen:Es scheint gar kein Grundvorbanden, darin eine Trierer Scene anzunehmen; dennder Umstand, daß die Tafelaus dem Schatze der Trieri-schen Kathcdral - Kirche herstammen sollte," beweist diesdoch nicht, und die Einzelnheiten der Darstellung pass nnicht im mindesten zu der angeblichen Tradition von derHelena, deren Entstehung nach unserer Auseinander-setzung viel später fällt, als Hr. Sotzmann die Tafelsetzen will." Wie gelehrt die Herren hier raisouiren!Sotzmann, der die Tafel gesehen, genau untersucht hat,schreibt ihr ein hohes Alter zu, und beweiset dies ansder antiken Form und aus der ganzen Eomposilion;die Herren von Bonn dagegen, die diese Tafel nie ge-sehen, auch bis hierhin noch Ü inen Beweis geliefert haben,daß sie besser als Sotzmann solche Alterlhümcr zu bcur-