Druckschrift 
Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

SS

dem besten Willen nicht mehr ändern könnten, entweder übersiehtoder nachläßt. Aus keinem andern Grunde erdulden wir mehrHaß'in Deutschland, als weil wir die Lehren der römischen Kirchemit der größten Standhaftigkeit vertheidigen. Diesen Glaubenwerden wir, so Gott will, Christo und der römischen Kirche bisznm letzten Athemzug bewähren. ES ist nur eine geringe Ver-schiedenheit der Gebräuche, welche der Eintracht entgegen zu stehenscheint. Aber selbst die CanoneS räumen ein, daß bei so gestalte?Ungleichheit der Gebräuche die Einheit der Kirche bewahrt werdenkönne. H Auf eine fast ähnliche Weise eröffnet sich Melanchton indem Schreiben an dcö CardinalS Geheimsekretair:die Eintrachtkönnte hergestellt werden, wenn den Nnsrigen die beiden Gestaltendes Abendmahls versprochen und die Ehen der Priester und Mönchegeduldet würden. Sollte eine öffentliche Einräumung dieser Dingenicht zweckdienlich scheinen, so konnten sie unter irgend einem Vor-wande auch übersehen, und so die Sache hinausgezogen werdenbis zur Berufung des Conciliums. Ueber die Messe könnte auchvon guten und gelehrten Männern solche Vereinbarung getroffenwerden, daß weiter kein Streit darüber entstünde. Den Unsrigenhingegen käme es zu, den Bischöfen den Gehorsam und die Gerichts-barkeit zurückzustellen. Auf diese Weise blieb zwar in dem Einenund Andern eine kleine Verschiedenheil; jedoch da die Kirchen denBischöfen gehorsam sein würden, könnte man es nicht als eineUneinigkeit ansehen, besonders da man in den Grundlehrenmutiüus) übereinstimmt." ")

Um uns vor jedem Vorwurfe zu bewahren, glauben wirbemerken zu müssen, daß die jetzt gegebene Correspondenz zwischenMelanchton und Campegius, der sonderbaren Sprache wegen, einigenprotestantischen Schriftstellern verdächtig scheinen will; allein sie

liretscleneieler Dorp. kot'ormut. II. 168.

-) Wie oben p-ex. 137. Cochläus schreibt auch hiervon auf folgende Art:INeilippus ^.uxustke nun solum publice simullebat so pacis et concoreliieolemlentem et levickum, verum etilem privatim cursitubat Inno iixle perZetanset penetrnns no» muelo privletorum elomos et eliversoril», verum etilemOlerltinlelium leiiorumgue principum ieulies, ut^ue aäoo et Hingest. 'I'. cur'uem,jnsickioso »imirum circuitu guserens, geuv Ii^pocrisi «uu elevoruret. Lt l'o-ketlit proteet» no» pleueos blunllitiis eleprecletionibus<>ue simulatio, etump-essim in oonviviis et colloguiis klecitlime pacem ecclesim rocuperleri pusseiet'tirmleret. pleitippic in ^.potug'. Uleilencletuuis, pux,-. 9.