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den ward. Er war ein einsichtsvoller, gerechter Vorge-setzter, aber strenge, wenn es eine Pflichtverletzung galt;dagegen gab er allen seinen Untergebenen das stete Bei-spiel des pünktlichsten Gehorsams gcgen die Staatsbe-hörden, und der genauen Befolgung der gesetzlichen Ord-nung, so wie er andrerseits sie auch kraftig vertheidigte.
Trotz seiner hohen Wurden, trotz seines großen Ein-flusses, trotz alles dessen, was den Menschen so leichtans seinem Geleise zu bringen pflegt, blieb er dennoch stetsder Freund seiner Freunde, und half überall da, wo eres mit Ehre thun konnte; dennoch erschien er Manchem,bei seiner Achtung gebietenden Miene, bei seiner athleti-schen Gestalt und seinem würdevolle» Benehmen als stolzund hochmüthig. Jenes zu sein, räumte er unter ge-wissen Umstanden, seiner Menschenwürde sich bewußt,gern ein; denn so sagte er mir bei mehreren Gelegen-heiten, wo er jene verletzt glaubte: uo zmux ol, uv„clciis Icz souflnr, cur z'o suis klar!" Er hatte Recht, diesenie zu verlaugnen; dagegen hatte er, da hieniedcn auchnichts vollkommen ist, und auch die Sonne ihre Fleckenhat, auch einen Gran von Eitelkeit, indem er sich gernsprechen hörte und seinen Witz in Evidenz setzte; jedochohne hierdurch irgend Jemand zu verletzen, den» hierzuwar er zu menschenfreundlich, zu harmlos; und könnteman ihm dagegen einen Vorwurf machen, so wäre esder, daß er zu dienstwillig war, zu gern half, und hier-durch gar manche Undankbare machte.
Bei seinem wahrhaft encyklopadischcn Wissen, dasso bedeutend war, daß mau bei jeder an ihn gerichtetenFrage sich stetS einer belehrenden Antwort zu erfreuen