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daß er als Herrscher ebenfalls Verpflichtungen gegen seinVolk hatte, und folglich auch das Interesse desselben,selbst auf Kosten der Freundschaft, bewahren mußte.
In dieser so wichtigen Zeitperiode verwendete Scharn-horst seine ganze Thatigkeit auf die Schöpfung und Ein-richtung einer neuen Armee, die sich nunmehr mit derrussischen vereint der, wie durch einen Zaubcrschlag wieder-erstandenen Macht Frankreichs entgegensetzen sollte. Mitwelchem Erfolg dies geschah, lehrt uns die Geschichte.Jetzt suchte der einstweilen zum General-Lieutenant be-förderte Scharnhorst den russischen Oberfeldhcrrn fürseine Ansicht zu gewinne», die dahin abzielte, so schnellals möglich in das Herz von Deutschland vorzudringen,um hierdurch den Rheinbund zu sprengen und Napo-leon zu lahmen; allein seine kraftige Veredtsamkeit schei-terte zum Theil an dem festen Willen Kutusow's, dersich, selbst nach dem Abschlüsse des Allianz-Traktats mitPreußen, gegen das weitere Vordringen der russischenArmee erklarte. Er erkrankte aber, und sei» Nachfolgerergriff, wiewohl schon etwas spat, dieIniative. Scharn-horst ging hierauf als Chef des Generalstabs der schle-sischen Armee nach Sachsen ab, wo er abermals Gele-genheit fand, seine Talente und seinen wohlverdientenEinfluß geltend zu machen, indem es ihm auch gelang,durch das Vertrauen seines Herrn und des russischenKaisers beehrt, das gute Einverstandniß zwischen beidenHeeren zu erhalten. Allein bei den ersten Gefechten, mitwelchen der große Kampf bei Klein- und Groß-Gör-schen begann, ward er am linken Bein verwundet.
Der zu Posen verstorbene General von Clausewitz,der jenem Kampfe beiwohnte, theilte uns in einem