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[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
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genominen ward. Der Graf, der de» gefunden, kräf-tigen und wißbegierigen Geist des Jünglings erkannte,verweigerte ihm den Eintritt in die Kriegsschule nicht,ungeachtet ihm eigentlich die hierzu erforderlichen Vor-kenntnisse mangelten.

Unser Scharnhorst zeichnete sich hier gar balddurch angestrengten Fleiß aus, und erwarb sich hier-durch nicht allein die zu seinem Fache so nöthigcnKenntnisse, sondern auch gleichzeitig die allgemeine Zu-friedenheit seiner Vorgesetzten. Jedoch genügte das Stu-dium seines Faches allein, dem vorwärtsstrebenden Jüng-ling nicht. Nicht nur das Nöthigc, auch das Nützlichesuchte er sich zu eigen zu machen. Mit Eifer und Fleißumfaßte er uebst allen Hülfswissenschaftcn seines neuenStandes, auch das Studium der Philosophie und derschönen Literatur. Göthe, Uoung's Nachtgcdankenund der Wandsbeckcr Bote waren seine Lieblings-lektürc. Er bildete Kopf und Herz, Geist und Sittlich-keit zu gleicher Zeit aus.

Im Jahre 1777, also nach dein Verlaufe von fünfJahren, ward unser Scharnhorst Condukteur, alsder Graf Wilhelm starb. Hierauf verschaffte ihm derhanöversche General von Eßdorf, der seine Fähigkeitenzu würdigen verstand, Dienste in seiucm Dragoncr-Regi-mente, wo er als Fähnrich angestellt ward. Der Ge-neral nahm sich seiner väterlichst an, suchte aber auchseinen Talenten und reichen Kenntnissen dadurch Geltungzu verschaffen, daß er ihm den Unterricht der Unteroffi-ciere und selbst älterer Officiere seines Regiments anver-traute, ja selbst für seine Person, wie mir dies ein Ver-wandter desselben versicherte, Antheil daran nahm.