auf diese Jugend gewöhnlich zu Wettlaufen angehaltenwurde, bei welcher Gelegenheit alsdann der Monarchdie Sieger durch Darreichung eines harten Thalers zucrniuthigen pflegte. Zuweilen wurden aber auch diefeKinder in zwei Partheien eingetheilt, die gegen einanderkämpfen mußten. Ucbcrhaupt herrschte wahrend desdortigen Aufenthaltes, fo wie bei dem Verweilen auf dcrPfancninfel, eine große gefellige Ungebundenheit, in-dem die Prinzen und Prinzessinnen nebst ihren Hofstaatenund mitunter auch eingeladene Gaste, sich im .lau cla Ilm-,Kegelfchicben, gymnastischen Uebungen, Versteckfpielcu undnoch durch mehrere andere gesellschaftliche Spiele die Zeitvertrieben; abgesehen davon, daß man bei Geburtstags-feierlichkeiten das Geburtstagskind noch meist durch einpassendes Festspiel, Feuerwerk u. dgl. m. zu überraschenpflegte. Wenn ferner schließlich der Bischof Eylert dieBemerkung macht, „daß die Königliche Tafel nie langerals 1 bis Stunden gedauert habe"; fo muß Referentdies abermals, fo kleinlich auch diefe Bemerkung scheint,dahin berichtigen, daß die gewöhnliche Mittagstafel nielanger als eine Stunde und die Abendtafel nie langerals eine halbe Stunde dauerte, und zwar mit solcherGenauigkeit, daß der schärfste Mikrometer es nicht ge-nauer anzugeben vermöchte. Bei größer» Festen oderbei dcr Anwesenheit hoher Häupter mochte die Mittags-tafel alsdann wohl 1z und die Abendtafel eine Stundedauern.
Der König erlaubte sich zuweilen einen unschuldigenScherz, wovon ich hier nur einen, der mir mitgetheiltward, anführen will. Er ließ nämlich eines Tages seinesämmtlich in Berlin anwesenden Kinder zur Mittagstafel