Druckschrift 
[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
Seite
72
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die sich während dieser Zeit auf Reisen in Italien be-fanden, reisetcn nun, um jedem Verdacht zu entgehen,angeblich als dienende Geister nach dem Vatcrlande zu-rück, um ans diesem Wege um so schneller und sichererjenen Sammelplatz zu gewinnen. Dem Vertrauen desKönigs cutsprach aber auch das Volk, und es traten nunfür Preußen die Zeiten ein, die Frankreich in Betreff derVerthcidigung des Vaterlandes im ersten Stadium seinerRevolution gesehen hatte, nur zeigten sie sich mit größererFreiheit und in einem rcinern und edleren Geiste; dennalle Opfer wurden mit rücksichtsloser Begeisterung, vonallem persönlichen Neid und Ehrgeiz frei, gebracht.

Erfreulich und zugleich herzerhebcnd war es zu sehen,wie sich dem Könige während seiner Anwesenheit inBreslau Schaarcn von Freiwilligen aus allen Ständenvorstellten. Man sah nicht selten hochbetagte Greise mitihren Kindern herbeiströmen, sich selbst lind diese zum Aller-höchsten Dienst anbietend. Der große Empfangssaal imKöniglichen Palais war bis zum Ausmarsche mit ähn-lichen Freiwilligen angefüllt, die aus allen Gegendendes preußische» Staates und selbst von andern zur Ver-thcidigung des Vaterlandes und Erkampfung der deut-schen Unabhängigkeit aus fremden Provinzen angezogenkamen. Erfreulich war es dann für den Augen- undOhrenzeugen zu vernehmen, wie der König sie anredete,und mit welcher Würde und Herzlichkeit er sie zur Ver-teidigung des Vaterlandes und zur Erfüllung ihrerPflichten ermahnte. Wie schön wußte er bei ähnlichenGelegenheiten zu reden, wie flössen feine Worte, er,von dem man meistens gewohnt war, nur fragmentari-sche und lakonische Redensarten zu vernehmen; wie sehr