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suchen wurde. Der König beschloß daher zuvörderst fürseine Person mit dein Thronerben nach Schlesien zu gehenund die übrigen Mitglieder seiner Familie zurückzulassen.Ob dies sein Ernst gewesen ist, oder ob er durch dieKundwerbung dieser Maßregeln den Franzosen eiuen Be-weis seines Vertrauens geben oder solche hierdurch sichermachen und tauschen wollte? dies vermag ich mit Be-stimmtheit weder zu bejahen, »och zu verneinen. Eränderte jedoch glücklicher Weise seinen Vorsatz, und eine»Tag vor der projektirten Abreise erhielt ich sul) rosu denBefehl, Alles zur Abreise meines hohen Zöglings vorzu-bereiten. Ich begab mich daher auf einige Stunden nachVerlin, brachte Alles in Ordnung und war bereits amAbend zum Thee wieder in Potsdam. Bis jetzt war aberder Augenblick der Abreise noch nicht bekannt, und wirsahen ihm Alle mit der größten Sehnsucht entgegen. DerKönig zog sich an diesem Abend nach üblicher Weise um10^ Uhr zurück und wünschte der Versammlung eine guteNacht, und schon schickte sich diese ebenfalls an, dasKönigliche Gemach zu verlassen, als der König wieder inunserer Mitte erschien und den Anwesenden erklarte, wieer mit dem Kronprinzen, den er zwei Tage vor seinerAbreise in Potsdam hatte einsegnen lassen, den kommen-den Morgen mit dem Frühesten Potsdam verlassen undsich nach Breslau begeben werde, gebot aber Allen, indemer den Finger an den Mund legte, das unbedingtesteStillschweigen; auch befahl er, daß, wenn die Kunde vonseiner glücklichen Uebcrschrcitung der schlesischcn Grenzeeintreffen würde, die samintlichen Mitglieder seiner Fa-milie ihm sofort folgen sollten. Fiel Referenten durchdiese Erklärung auch eine große Last vom Herzen, so