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„5. December an die Consistorie» erlassenen Nescripte ge-„ geben habt, ist sehr willkürlich, indem in jener Ordre„anch nicht ein Wort enthalten ist, welches nach gesun-der Logik zur Einschärfung des Religions--„Edikts hätte Anlaß geben können, Ihr seht hieraus,„wie gut es sein wird, wenn Ihr bei Euren Vcrord-„nungcn künftig nicht ohne vorherige Berathschlagungcn„mit den geschäftskundigen und wohlmeinenden Männern,„an denen in Eurem Departement kein Mangel ist, zu„Werke geht, und darin dem Beispiel des verewigten„Münchhausen folgt, der denn noch mehr, wie viele„andere, Ursach gehabt hätte, auf sein eignes Urtheil sich„zu verlassen. Zu seiner Zeit war kein Religions-„Edikt, aber gewiß mehr Religion und weniger„Heuchelei als jetzt, und das geistliche Departement„stand bei Inländern und Ausländern in der größten„Achtung. Ich selbst ehre die Religion, folge gern ihren„beglückenden Vorstellungen und möchte um vieles„nicht über ein Volk herrschen, welches keine„Religion hätte. Aber ich weiß auch, daß sie Sache„des Herzens, des Gefühls und der eignen Ueberzeugung„sein und bleiben muß, und nicht durch methodischen Zwang„zu einem gedankenlosen Plapperwcrke herabgewürdigt„werden darf, wenn sie Tugend und Rechtschaffenhcit„befördern soll. Vernunft und Philosophie müs-„sen ihre unzertrennlichsten Gefährten sein,„dann wird sie durch sich selbst bestehen, ohne die„Autorität derer zu bedürfen, die es sich anmaßen wollen,„ihre Lehrsätze künftigen Jahrhunderten aufzudringen und„es den Nachkommen vorzuschreiben, wie sie zu jeder„Zeit denken sollen."