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Da Wöllner aber trotz aller Zurechtweisungen sich«och nicht geneigt fand, feinen Abschied nachzusuchen, soempfing er denselben am 11. Marz, worauf er sich aufseine Güter zurückzog, woselbst er im Jahre 1800 starb.
Die That entsprach hier ganz seinen Worten; dennbei dem in seinem 17. Lebensjahre (am 4. Juli 1787)abgelegten Glaubensbekenntniß stellte er unter vielem Treff-lichen auch Folgendes auf; „Unglauben und Aberglauben„will ich als die beiden gefahrlichsten Abwege von der„wahren (auf vernünftigem Glauben beruhenden) Reli-gion sorgfältig vermeiden; — da ich aber weiß, daß„Religion und Glauben sich nicht befehlen und nicht er-zwingen lassen, so will ich Jedermann nach seiner Ein-„ ficht und nach seinem Gewissen handeln lassen. Ich„darf und will die Irrenden weder hassen noch verfolgen,„und erkenne für das einzige Mittel zu ihrer Zurechtwei-sung, daß man sie durch Belehrung zu erleuchten und„zu überzeugen suche. Ich weiß, daß es unzahlige Nebel„in der Welt veranlaßt hat, daß man hat vorschreiben„wollen, was die Menschen glauben sollen, und ich cr-„ kenne allen Gewissenszwang für eine Sache, die sowohl„der Gerechtigkeit und Klugheit, als auch der Lehre und„dem Verhalten Christi gänzlich entgegen ist; denn faßt„man das Christenthum als Vcrnunftbcgriff auf, so bil-„dct man raisonnircude Vcrnünftler, faßt man es aber„einseitig, das heißt supernaturalistisch auf, dann bildet„man Fantasten, Schwärmer, Separatisten, Mystiker,„Frömmler u. d. m."
Daß Friedrich Wilhelm der Dritte im stren-gen Sinne des Worts wirklich religiös war und demMysticismus nicht anhing, geht bereits aus diesem Glau-