Vertrauen genossen, und keinen Zweifel über die Lauter-keit ihrer Absichten Raum gaben; so glaubte Referent,der sich in eine ähnliche Kategorie zu fetzen wagt, auchans dem Grunde um fo unbesorgter fein Schcrflein hierzubeitragen zu dürfen, als er das Gluck hatte, dem Höchst-seligen Monarchen vom Jahre 1810 an bis zur Hälftedes Jahres 1820, also beinahe zehn volle Jahre, undzwar wahrend einer sehr vcrhangnißvollen Zeit, die reichan Erschütterungen, Erfahrungen und Resultaten jederArt war, sehr nahe zu stehen, und ihn in allen Phasenseiner Regcntenwürde und Menschlichkeit, und wie dasübliche Sprichwort zu sagen pflegt, im Schlafgcwandeund Pantoffeln zu sehen, in welchem prunklofcn Zustandeer ihm, vom Glänze aller irdischen Größe entkleidet, den-noch als Mensch stets ausgezeichnet erschien.
Was Referent in seiner kleinen Schrift aufstellt, sindErinnerungen, Reminiscenzen aus dem Alltagslebe» desRegenten, aphoristische Lebensbilder außer allem Zusam-menhange, und die folglich keinen Anspruch auf das Prä-dikat einer Biographie machen. Es sind nur Beitragefür künftige Biographen, die im Geiste eines Ranke,eines Preuß und eines Varn Hagen von Ense, einevollständige Biographie oder die pragmatische Lebcnsge-schichte dieses in der Weltgeschichte und besonders in denAnnale« des Vaterlandes, mit unauslöschlichen Zügeneingegrabenen, unvergeßlichen Herrn zu liefern vermögen.
Da die Wahrheit das Auge der Geschichte ist, wiePolpbius so treffend sagt, ohne welche alles leblos er-scheint; nur durch die ausgebreitetsie Eelbstcrfahrung desSchriftstellers sich bewahren kann, so wird der Referent,des Wahlspruchs: Vitam impenäere vcuo eingedenk, nur