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Heinrich Heine und Der Rabbi von Bacharach
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den Weg und droht mir, als wolle sie mir U tginck weissagen , ..Ich stutze vor der Gestalt, fahre einen Schritt zurück, und meinKranz, mein prächtiger Kranz fällt in die Steine dieser unreinenGasse! Weh mir! Seitdem klebt ein fataler Geruch an meinemLorbeer, ein Geruch, den ich nicht wegbringen kann! Schade umden schönen, schönen Kranz!"

Heine ist der Dichter der Traumbilder. Mit Traumbildern hater die poetische Bahn betreten, mit einem Traumbild verläßt ersie. Aber auch durch dieses Traumbild von der schwefelgelbenPassionsblume zieht sich jener uralte Riß:^)

Die Gegensätze sind hier grell gepaart,

Des Griechen Lustsinn und der GottgcdankeJndäas! Und in ArabeskenartUm Beide schlingt der Epheu seine Ranke.

Der Dichter ist ein vorwärtsschauender Prophet. Er ahnt inseinem hehren Geiste die künftige Verklärung und Versöhnungdieser Gegensätze. Vor seinem Seherauge steigt aus tiefem Grundegleich der alten verschollenen Meeresstadt das himmlische Jerusalemauf. Halb im Wachen, halb im Schlummer schaut er den Messiasder Welt im wallend weißen Gewände segnend über die Erdeschreiten. Des fernen Klangs geheimnißvolle Schauer ergreifenseine Seele, unendliches Sehnen, tiefe Wehmnth beschleicht seinHerz.O, Friedenswnnder!" Er ahnt die Harmonie der Mensch-heit, die Bruderliebe der Völker, die Religion der Religionen, ersieht die Thore des himmlischen Jerusalem weit sich öffnen und

'ch Alfred Meißner, Heinrich Heine, S. 85.

") II. 565.