Tische keine Ruhe lassen, wie er, Gott sei Dank! versäuft, wiedie Kinder Israel vorsichtig durch das rothe Meer gehen, wie sieoffnen Maules mit ihren Schafen, Kühen und Ochsen vor demBerge Sinai stehen, dann auch wie der fromme König Daviddie Harfe spielt, und endlich wie Jerusalem mit den Thürmenund Zinnen seines Tempels bestrahlt wird vom Glänze der Sonne!"
Auch selbst wenn Heine die Schönheit der Jüdinnen schildert,tritt eine gewisse Begeisterung unverkennbar hervor; ja, das Wesendieser Schönheit ist niemals treffender geschildert worden, als diesihm mit wenigen Strichen gelungen ist. Die Schönheit derJüdinnen erscheint Heine von wahrhaft rührender Art;b?) „dasBewußtsein des tiefen Elends, der bitteren Schmach und derschlimmen Fahrnisse, worin ihre Verwandten und Freunde leben,verbreitet über ihre holden Gesichtszüge eine gewisse leidende Innig-keit und beobachtende Liebesangst, die unsere Herzen sonderbar be-zaubern."
heit dieselben ab. Wie oben erwähnt, entstammt Heinrich Heine dieser Familievan Geldern, deren Stammbaum sich mehr noch als drei Jahrhunderte hindurchnachweisen läßt. Lazarus van Geldern war sein Urgroßvater! Professor Dr. DavidKaufmann, der die UnZ-tän auch bei mir gesehen und bewundert hatte, schriebmir darüber Folgendes: „Ich erinnerte mich bald, wer der Simon Preßbnrgsei, dessen Schwiegersohn Ihre herrliche Haxaäs, gehörte. Es ist der im erstenViertel des vorigen Jahrhunderts in Wien verstorbene Simon Michael ansPreßbnrg, der einer der ersten Mäcene und Schutzanwälte in der damaligenösterreichischen Judenheit war." Seine Biographie hat Kaufmann 1334 in der„Neuen Freien Presse", Nr. 13.737, ausführlich geschrieben.
ib. 228. Vgl. auch ib. 182, wo Heine bei der Besprechung der Jessikaden „wunderbaren Liebreiz" der Jüdinnen durch die „zagende Scham" und„sonderbare Keuschheit" derselben zu erklären sucht.