der sich unter den Qualen eines solchen Siechthumsdie umfangreichen, historisch-theologischen WerkeSpittlers, Tholuks und Spaldings vorlesen läßt?Wie viele giebt es in der literarischen Zunft, dieauch in gesunden Tagen dazu Lust und Ausdauerhaben? Und wie liebenswürdig spricht sich die Gütedes Dichters in der thätigen Sorge für den jungenLandsmann aus, der das Loos des Verbannten mitihm theilte!
Alle Freunde Heine's sind aber auch dem Ver-fasser des Briefes für die Dienste verpflichtet, die erdein Kranken leistete. Es ist ein sehr erfreulicherGedanke, daß die uuter so vielen Schmerzen ent-standenen Gedichte gleich, da sie zum ersten Malelaut wurden, ihre Aufzeichnung durch die Handeines Freundes erhielten, der ihren Werth und denWerth des Dichters zu schätzen verstand.
Professor Hillebrand schreibt:
Florenz, 7. Januar 187b.
Sie fragen mich, ob ich Ihnen nicht etwa in-teressante Notizen über Heine mittheilen könnte, indessen Krankenstube ich vor mehr als einem Viertel-