jetzt mit Recht zur Pflicht macht und so möchte ichnicht verbürgen, daß die von Zuccalmaglio besondersgeliebten blauen Blumen in der letzten und vielleichtauch in der ersten Strophe wirklich auf freiem Feldegewachsen seien. Aber dies ist nur eine Nebenfrage;das Wesentliche und Interessante ist, daß die nächsteQuelle Heine's in der rheinischen Zeitschrift sich ge-funden hat. Heine veröffentlichte das Gedicht indem Kalender für Damen 1829, also vier Jahrenach Zuccalmaglio, und daß er die Mitthcilung inder Flora kannte, ist bei seinen Beziehungen zudiesem Blatte unzweifelhaft. Seine Angabe brauchtdeshalb nicht unwahr znsein. Immer mochten, alser das Lied vor Augen hatte, alte verwandte Klänge,die er selbst früher gehört, in ihm wach werden.Jeder erkennt, auch in dem Wenigen, was er ver-änderte, die Meisterhand des Dichters, aber danebenist es eine erfreuliche Wahrnehmung, daß die beidengrößten Lyriker, deren Deutschland sich rühmenkann, daß Heine und Goethe so offen und bereit-willig anerkennen, wie viel sie dem eigensten undursprünglichsten Ausdruck des nationalen Geistes,wie viel sie dem deutschen Volkslied verdanken.
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