— 112 —
Rousseau selbst, iu Novelleu, ausführlichen und nichtungeschickten Theaterkritiken, endlich in Gedichten,von denen wenigstens einzelne über das Mittel-mäßige hinausgehen. So die Uebersetzung eineslateinischen Gedichts, in welchem August Wilhelmvon Schlegel die Rheinfahrt König Friedrich Wil-helms III. im September 1825 feierte. Schlegelselbst hat es später übertragen und die strengen Ge-setze antiker Prosodie mit gewohnter Sicherheit zurAnwendung gebracht; aber an Leichtigkeit und zu-weilen an Schwung des dichterischen Ausdruckessteht seine Uebersetzung hinter der Rousseau'schennicht viel weniger zurück, wie die späteren Ausgabender Vossischen Odyssee hinter dem Meisterwerk desJahres 1781.
Von Schlegel bringt die Flora noch das Sonettan seinen Freund Windischmann, von Fouquö eineErzählung und Gedichte, freilich nur durch denNamen des Autors von einiger Bedeutung. Wil-helm Smets, der Verfasser des Tasso, den Heine(Werke XIII, 204) ausführlich besprochen und weitüberschätzt hatte, tritt in dieser Zeitschrift als lyri-scher Dichter auf, Steinmaun und der später oft