Druckschrift 
Aus dem Leben Heinrich Heine's
Entstehung
Seite
97
Einzelbild herunterladen
 

Hagen und Cotta nähere Auskunft; von der Be-schäftigung mit Shakespeare zeugt ein Ausdruck desfolgenden Briefes, welchen ich der Güte des HerrnBerghauptmann Brassert in Bonn verdanke. Leiderist die Adresse abgerissen und der Inhalt nicht vonder Art, daß ich angeben könnte, an wen er ge-richtet ist.

München, den 19. April 1828.

Entschuldigen Sie, Lieber, wenn ich erst heuteIhren viel werthen Brief mit einigen Zeilen er-wiedere. Erst jetzt meldet sich hier in München einbesseres Wetter und in mir eine bessere Gesundheit; ich wollte Ihnen nicht bei schlechtem Wetter undkranker Stimmung schreiben. Ich danke Ihnenfür Ihre freundlichen Gesinnungen; ich glaubenicht, daß ich sie in so vollem Maaße verdiene.

lieber die Zeit woran Sie mich in Ihrem Briefeerinnern, habe ich nicht ohne Wehmuth lachenkönnen. Die Pralerey der eigenen Jugend, wie er-götzlich klingt sie uns in späterer Zeit! Aber wietraurig ists, daß wir in späterer Zeit nicht mehrpralen können! Jetzt wissen wir, was an uns ist;

Hllsfer, Heine. 7