hat Heine in diesem und manchen folgenden Jahren»och nicht ausgeführt. Er begab sich im Juli nachHamburg, wo die Erinnerung an die verlorene Ge-liebte, mit neuer Stärke erwachend, neue Blütheuseines dichterischen Schaffens hervorrief. Gernwäre er schon damals nach Paris gegangen, hätteer von dem Onkel die nöthige Unterstützung er-wirken können. Da dies nicht gelang, so mußteer doch wieder zur Jurisprudenz in das so wider-wärtige Göttingen sich wenden. Das ganze Jahr
1824 ging ihm dort vorüber, nur daß er im Früh-ling Jmmermann in Magdeburg, dann auf kurzeZeit Berlin besuchte und im September die jedemwohlbekannte Harzreise unternahm. Am 3. Mai
1825 bestand er das juristische Examen, am20. Juli erfolgte die Promotion, kurz vorher, am28. Juni, hatte er in Heiligenstadt sich taufen lassen.Als Belohnung für den Doctorhut gab der Onkeldie Mittel zu einem Aufenthalt in Norderney. KeinDichter hat die See mehr geliebt als Heine; auchangenehme Gesellschaft fand er auf der Insel. DieFürstin von Hohensolms-Lich, eine Bekannte Varn-hagens, war ihm sehr gewogen; vor Allem ver-