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Aus dem Leben Heinrich Heine's
Entstehung
Seite
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die neue Ausgabe meiner jungen Leiden von Hoff-mann und Campe ausgegeben ist. Die Welt istfade und dumm und unerquicklich uud riecht nachvertrockneten Veilchen."

In Heine's Gedichten ist häufig von gebrochenenSchwüren, Gift, Schlangen, Dolchen und andernAttributen weiblicher Treulosigkeit die Rede. Da-nach könnte Jemand der Geliebten arge Dinge zu-getraut haben; und wiederum, wenn nun das naiveGeständniß hervortritt, daß sie in der That garkeine Hoffnung gegeben, ja sogar die schönen Lieder,die nur für sie gedichtet waren, bitter und schnödegedemüthigt habe, so möchte derselbe Mann geneigtsein, den Dichter als einen Verlänmder anzuklagen.Aber das Eine ist so wenig berechtigt als das An-dere. Nichts verpflichtet den Dichter, die Gestaltender freien Phantasie zu Kopien der Wirklichkeit zumachen. Ob und in wie weit er Wahrheit undDichtung vermischen will, ist seinem dichterischenWollen überlassen, und so gewiß es ist, daß derechte Poet die tiefsten Wahrheiten seines Empfindensseinen Gedichten anvertraut, so widersinnig bleibt es,gleichsam aus seinen Erlebnissen ein Jnquisitorium

Hiisscr, Heine. g