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Aus dem Leben Heinrich Heine's
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vielleicht kein deutscher Dichter unter fremden Na-tionen jetzt so viele Freunde als Heine. Die Fran-zosen betrachten ihn beinahe als einen der Ihrigen,in England erscheinen Uebersetzungen und biogra-phische Versuche in rascher Folge; wie lebhaft dieTheilnahme der Italiener sich äußert, kann manbeinahe in jedem neuen Bande von HillebrandsJtalia und im übersichtlichen Zusammenhang indem ausführlichen Aufsatz Zendrinis in der NuovaAntologia (December 1874 fg.) gewahr werden.Man hat sogar dem Dichter den zweifelhaften Dienstgeleistet, seine dramatischen Arbeiten in Mailandam 10. März 1875 den Ratcliff ans die Bühnezu bringen.

In Deutschland hat es gewiß den Dichtungennicht an Theilnahme gefehlt. Aber welche Urtheilewerden noch immer über den Dichter laut, obgleicher doch zu der nicht eben großen Zahl deutscherSchriftsteller gehört, die einen würdigen undin diesem Falle doppelt werthvoll durchaus nichteinseitig preisenden Biographen gefunden haben.Heine theilt das Schicksal Byrons auch darin,daß er im Auslande weit häufiger einer rückhalts-