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2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
230
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ZZ2 Ura

Endlich wird das Zündloch mit einer Hakennadel untersucht,ob es nn dem gehörigen Orte eingebohrt ist, und genau die vorge-schriebene Größe hat.

Bei den Haubitzen geschehet die Untersuchung wie bei den Ka-nonen ; nur mit dem Unrcrschuo: daß hier die Kammer mit Thonabgeformet wird, um ihre richtige Dimensionen und ihre HintereAbrunoung untersuchen zu können. DicS ist um so nothwendiger,da von den richtige» Verhältnissen der Kammer grbßtentheiis dieNichtigkeit der Würfe abha. gt.

Die Mörser sind wegen ihres weiten innern Raumes leichterzu untersuchen, als die andern Geschütze. Man bedienet sich dazueines Stabes, an dem sich zwei doppclle Kreutze auf und ab bewe-gen und sowohl zu Bestimmung de? Kalibers der Seele als derKammer dienen. Von jedem neu gegoss neu Geschütz muß übrigensam verlobrnen Kopf eine Scheibe Proben,.tall abgeschnitten werden,um sie auf die in Artikr Dauer und Legir u n g angegebene Weisein Hinsicht ihrer Festigkeit, Härch nno Zusammenhanges untersu-chen zu können. Die Untersuchung d°r Bomben und Granatenist schon oben unter dem Artik. Lomden q.lehret worden.

Das Feuergewehr wird bei seiner Ucbernadme auf den Gcwehr-fabriken ebenfalls in allen seinen einzelnen Thcilen auf das sorgfäl-tigste untersucht: ob alles von dem vorgesch icbencn Kaliber,Maaße, und richtigem Verhältnisse ist? ob d-e Schwanzschrauben8, oder wenigstens '6 Gewinde haben und , is Kal der lang sind ; obdie Härtung der verschicken?» Federn des Schlosses gegen einanderin dem aehöriqen Verhaltnisse siehe; ob der Pfanndeckcl mit gutemStak! vorgelegt sei; ob die Pfanne genau an den Lauf schließt, unddas Zündloch genau ans ihre Mitte'trifft, ob das leztcrc gehörigeinqcbohret sti. und — wenn es trkchtcrfö'mig ist — gehörig auf-schüttet? Der Schaft muß von gutem, trocknen, Holze," ohneAeste und Svrünge sein, und die Kolbe zu einem guten Anschlagdie gehörige Krümmung haben. Die Lad-stdcke und Bajonette müs-sen ebenfalls von den vorgeschriebenen Dimensionen und gut gebar-tet sein. Die Dille des Bajonets muß genau auf den Lauf passen,und durchaus nicht über denselben hervorrage».

Wie endlich die Degen und Säbel untersucht werden, ist vor«her (Artik. Seitengewehr) gezciget worden.

Ur'nium sschane) ein neuerlich erst bekannt gewordenes Me-tall von du'kclgraucr Farbe und geringem Glanz, das wegen seinerWcichhei sich nicht nur feilen sondern selbst mit dem Messer scha-ben läßt, unter allen Metallen am strengflüssigstcn ist, und 6,440spezifischen Schwere hat.

Man findet dieses Metall ornbirt alsNranocker, und Urer-glimm er, im ersten Falle mit Essenoryd und im lcztern mit Kn-pferovnd; oder auch als Pecherz, mit Schwefel und Eiscnoryd ver-bunden. Es läßt sich nur sthr schwer in seiner metallischen Gcstal»herstellen, indem man es mit Leinöl zu einem Teige reibt, oder int