Druckschrift 
2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
228
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223 Üllt

Richtscheit Ost verschieben läßt, um vermittelst der Spitzen 0 undII d>e Lange der ^childzapfen und die verschiedenen Memllsiärken,des Geswützsö an den höchsten Bodcnftiescn, am Zündlvche, amAnfang und am Ende jedes Bruches, am Halsbandc, am höchstenVorsprung des Kopfes, an der Mündung und an der Traube un-tersuchen zu können. Die richtige Entfernung der Schildzapfen vonden höchsten Bodcnfriesen wird durch das merallne Richtscheit mitdem viereckigen Ring /k In<z. iZ; Tab. XXIII, bestimmt, au wel-chem sich die Hülse st- verschieben und durch die Schraube c feststel-len läßt. Die richtige Stellung der Schildzapfeu wird hierauf durchdie hölzernen Kreutze, ihrc^Größe aber durch eine darauf gehobeneLehre geprüfet. (Siehe Schildzapfeu) Nachdem hierauf dielprobeschtisse geschehen sind. (Siehe dies Wort) wird das Zünd-loch fest verstopft; Wasser in das Rohr gegossen und vermittelsteines mit Sacktuch umwickelten Setzers zusammen gepreßt; undsorgfaltig Acht gegeben, ob in der Gegend des Zündloches oderder Schildzapfen auswendig einige Tropfen erscheinen? Im erstenFalle muß ein neues Zündloch eingeschraubt, in lezterem aber daSGeschütz gänzlich verworfen werden. Das Innere der Seele wirdtheils vermittelst eines Spiegels oder einer Stange und eines bren-nenden Wachslichtes, theils auch vermittelst des Stückvisiti--rcrö (!e cbat) genau unteriuchct; ob sich irgendwo Gruben oderRitze finden. Der Stückvisitirer hat zu dem Ende 4 Federnmir umgebogenen Spitzen ^ stig. iz; 'I'ab. XXIII. die an derStange L befestiget sind und durch den Ring ZZ zm'ammen gehal-ten werden. Die Tiefe der mit diesem Werkzeuge gefundenen Gru-ben wird nachher mit einem Haken erforschet, dessen Spitze mitnassm Thon überzogen ist. Um sich endlich von der guten undrichtigen Bohrung zu überzeugen, dienet Gr i b ea u vals verbesserterVisit irer over beweglicher Stern (l'ktcnle mobile) der auSder Stange 15 r?z 14; 15; 16; Tab. XXIII. bestehet, an wel-che der hölzerne Griff st angeschraubt, und die i» dem Rohre <2beweglich ist. Die Länge dieses RohreS ist der Länge der Kanonegleich, und hat es hinten eine Dille mit zwei aufgeschraubtenScheiben <T, zwischen der sich 4 stählerne Spitzen ee befinden^deren eine ^ durch den schrägen Arm Mm herausgeschoben wer-den kann.

Die Große der Scheiben ist bei der französischen Artillerie nach Be-schaffenheit des Kali iö:

Für die vierundzwanzigpfündige Kanone: 5 Zoll — Lw«,

— — semzey, pfundige — 4— — —

— — zwölft fündige — Z — b —

-- --- achtpsündigc — z „ ^ —

— — vierpfündige — 2 — 6 —der innere Durchmesser der Dille ist allgemein 1 — 1 —

Die beiden Scheiben wecden durch die Schrauben II zusammengehalten , daß sie ein Gehäuße bilden, in dein sich die drei Spitzen