Druckschrift 
2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
149
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Sehn 149

Die Haubitze bla. I. war Z Fuss D Zoll, oder beiuabe 9Kaliber laug. und wog >8 Etr. 40 Pfund; die Haubitze bin. swog bei gleicher Lange rZ Etr. 45 Pfund; beide waren gleichausgebohret, ohne Kainmcr. Die Haubitze b!o. g war eine ge-wdhuliche Feldhaubihe. Bei de» schwachen Ladungen bis zu' 2Pfund, blieben die Grauaren mit 15 Grad Elevatum selten beidem ersten Ausschlag liegen, sondern gieugeu »och 1-20 und mehrSchritt weit. Mit den über 2 Pfund steigenden Ladungen hin-gegen blieben die mehrcste» Granaten bei dem ersten Aufschlag lie-gen. Oer Rücklauf war bei blo. 1 am geringsten (1 bis ri Fuß);bei blo. 2 stärker und bei blo. z am stärksten. Das Bücke» deSRohres endlich, das bei der ordinäre» Haubitze bis aufden Stirn-ricgel gieng, soll keinen Einfluß auf die Richtung des Wurfesgehabt'haben; doch läßt sich besonders bei den langen Haubitzendie starke Seiteuabweichung nicht wohl anders erklaren, alsaus einem Fehler in d?r Richtung oder Ladung, denn andereVersuche haben gelehrct: daß die Granaten immer dahin diegrbßren Seiteuabweichungen hatten, wohin im Rohre das Brand-loch gedrehet war. Auch die ungleiche Eiscnstärke der Granatenhat hier sehr wesentlichen Nachtheil in Hinsicht der Richtungs-linie, und die Erfahrung hatgelehret: daßbei ihnen mit r PfundPnlverladung die Differenz der Schußweiten yrr, und mitPfund Ladung 124z Schritt, bei den conzentrischen Granatenhingegen mit denselben Ladungen nur 445 und 407 Schritt war.Es bedarf wohl überhaupt keines Beweises: daß das genaueTreffen eben so gut und weit mehr noch, von der Form des Pro-jectils als von der Einrichtung des Geschützes abhängt. Diesgebet schon aus der Theorie der Bewegung im widerstehendenMittel hervor, und wird auch durch folgende 1798 bei Langen-hagen mit siebenpfündigcn Haubitzen angestellte Versuche bestäti-get: