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2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
111
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Roh Rol

in

lichen Rost osen, die entweder die Form eines gewöhnlichenKalkofens haben, oder die eiaentliche Reverderir- Wmdof „ uuo.Um die Eisensteine zu verrosten ist ein vierseitiger Os.n am ge-wöhnlichsten der Einen Fuß über der untern Sohle einen ed m vongegossenen Eisenplarren har, in dem ,z bis 4 Zoll weite Zuglöcherangebracht sind, damit die Kohlen durch den steien Luftzug in ei-nem lebhasten Feuer erhalten werden. Sollen anstatt den Holz-kohlen Koaks, d. h. abgeschwefelte Steinkohlen zu dem Rostenangewendet werden, muß der Ofen einen eisernen Rost und einenAschcnfall haben, auch eine sogenannte Flammcngasse den Ofenentlang gehen. Man sehe auch Kupfer und Zinn, in Hin-sicht auf das Rösten dieser Erze.

Roheisen oder Gußeisen (berste bonte) wird auf den Hoh-öfen aus den geschmolzenen Eisenerzen erhalten, und Vorzug,lich in drei Arcen unterschieden:

1) In graues Roheisen, dieses ist wieder n) licht-oderhellgrau von feinem Korn und dichtem Bruch, das aus gu-tem Eisenstein mir einem verhältnißmaßig geringen Zusatz von Koh-le» erhalten wird, lange flüssig bleibt, und zum Gießen am vor-züglichsten ist; d) Wird etwaö mehr Erz im Höh - Ofen aufge-ge'o n, erscheint das Roheisen grauer, von etwas gröberem Korn,doch dichtem Gewebe; c) Das schwarz graue Roheisen endlichhar ei» grobes Korn, und bisweilen kleine Blätter auf dem Bru-che. Es ist sehr weich, und nur wenig fest und zähe. 2) Inweißes Roheisen; das entweder s) dünngrcll, von einemfeinem weißen Bruch; b) oder dickgrell, mit spiegelnden, oftstraiartigen Flächen, und gewohnlich so hart, daß die Feile esnicht angreift; e) oder silberweiß, von sehr feinem Bruch.Endlich g) in buntes oder halbirtes Roheisen, das baldals a) grau buntes, oder b) als weiß bunteS, oder end-lich 0) als gestreiftes Roheisen, erscheint. So wie dieseverschiedenen Arten sich durch ihre Farbe und Bruch unterschei-den, sind sie auch in Absicht ihrer Härte und Zähigkeit ver-schieden und darnach bei ihrer Anwendung ;» wählen. Um guteund feine Gußwaren zu liefern, muß man ein lichtgraues Roy-eisen von feinem Korn wählen, das leichtflüssig und unter demHammer sich etwas zähe zeiget. Man wählet dieses besonderszu Geschützrohren, Bomben, Granaten n d. gl. Kugeln, Wal-zen, Amböse aber die mehr Harte bedürfen, werden aus einemgreller» Roheisen gegossen. S. Eisen

Roharbeit und Rohofen siehe Rupser.

Rollwagen (Is stiabie) hat bei der Französischen Artillerie ei-serneAchssn und gegossene eiserne Räder. Auf den beiden Schwung-bänmen dieses Wagens werden in Zeughäußern und Festungendie Geschützrohre, Msrserblbcke, Bomben, und äuliche Lauenfortgebracht.