Rich
die zu tief liegende Schüsse beschädige» die Brustwehr der andernFace. Der zweiten Stellung darf man sich !>loö bedienen, wenndas Locale sie ganz besonders begünstige!-, daß der Feind nickt ge-rade auf die Batterie loS gehen bann. Denn ihre Lage ist zu ste-int und entfernt sich zu sehr von der Transchee. als daß sie ge-hörig von dieser unterstützt werden könnte. Uebrigens hat dieseStellung alle Portheile der Ersten.
In Absicht des Gebrauches der Rikoschetbattericn stellt le Fe»hüre mit Recht den Grundsatz auf: „Vor allem das Ge chütz der,,Festung durch ein unausgesetztes Feuer der Rikoschct»und Mdr-„ser Batterien zu zerstdhren. Denn wenn man dies unterläßt,„oder auch vermöge der Lage der feindlichen Werke nicht im Stau-che ist, die feinblichen Batterien durch ein überlegenes Feuer„zum Schweigen zu bringen; wird man auch, der besten Vorkeh,„rungeu ohngeachtct, doch immer einen drei-bis vierfachen Ver-„lust erleiden/' Es werden daher auch immer in der Folge derBelagerung drei Batterien neben einander gelegt, von denen dieBreschbatterie die Futtermauer herab stürzt, die zweite dieFlanke von vorn beschießt, und die dritte die beschossene Face ri»koschettiret und die Face im Rücken trifft. Wen» demnach in.dasangegriffene Ravelien und die beiden Bastion Bresche geschossen wer-den soll, müssen die drei dazu bestimmten Batterien'durch drei De»moutir- und durch drei Rikoschetdatterien unlcrstüzt werden. Beiden lcztern sind vorzüglich folgende Grundsätze zu beachten:
1) Die einmal der Absicht entsprechend gefundene Ladung undRichtung muß unverändert beibehalte» werden, um sowohl beimTage als bei Nacht immer'dieselbe Wirkung zu erlangen Daßersteres durch Feststellung der Richtmaschine und durch neben dieRäder und den Schwanz der Laffctc genagelte Latten bewirkt wird,ist schon vorher gesagt worden. Die Ladungen müssen dazu frischgemacht, und von gut durch einander gerührtem Pulver sorg»fällig abgewogen werden. Es ist zugleich nicht allein uothwcndig:bei jeder Veränderung des Wetters ncue Probeschüsse zu rhuu, son-dern auch stärkere Ladungen oder höhere Elevationen zu nehmen, jeweiter die Nacht vorrückt, weil die Erfahrung lehret: daß sich ge-gen Morgen die Schußweiten verkleinern. Die Kugeln zu dem Ri-koschetschusse endlich müssen sorgfältig ausgelesen und kalibriretwerde», damit sie einerlei Spielraum babe». Bei der Ladungmit Patronen und Spiegeln fallen die Vorschläge ohnehin weg,die außerdem theils durch ihre verschiedene Große, thcils durchdas bald mehr bald weniger starke Ansitzen eine neue Ursache zuFehlschüssen sind
2) Die Ladungen müssen um so stärker sei», je großer dieEntfernung, je laugei das zu hinreichende Werk, und je kleinerder Elevativuswinkel ist Es ist allezeit vorthcilhaft: den lezternso klein als möglich zu nehmen, damit die Kugel im bsteigendenZweige ihrer Bahn dichte über die Brustwehr hinweg gehet, «ud