Druckschrift 
2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

Pu! zr

Die Tänueu» Brcter standen bei diesem Versuch einige Zell hin-ter einander. Die specisische Schwere des Kanonenpulvers war" 7H7; des Mnsketpnlvcrs 711, und des Büchscnpulv re- 67k?.Allgemein brachte das stärkste Pulver auch die meiste Wflkunghervor, die vorzüglich bei der Pistole am meisten mit dem Pmbe-nibrser übereinstimmte. Als Resultat dieser und ähnlicher Erfah-rungen kann man annehmen, daß

1°. sowohl bei dein Infanterie-Gewehr, als der P stole einehalbe Ladung eine stärkere, als die halbe Wirkung der gan-zen hervorbringt.

2°. Obgleich das Verhältniß der Wirkung der Flinte, desKarabiners nnd der Pistole bei jeder Gattung Pulver verschiedenist; nimmt sie dock bei den leztcrn beiden Feuergcwehren unterallen Umstanden gegen die ersterc bedeutend ab.

Z°. Die stärkern Ladungen, bei den Mörsern über 1 Pfundund bei den Kanonen über 2 Pfund, zeigen die Eigenschaften unddie Verschiedenheiten zweier Pnlverarten nur unvollkommen an.Um sie bcmcrklich zu machen, mühen sehr schwache Ladungen —bei dem Klciugewehr nicht über ^ Kugelschwer — angewendetwerd 'N.

Die Eigenschaften eines guten Schicßpnlvers sind: daß esdie gehörige Stärke hat; daß es zu dem Ende gehörig bearbeitetund sein Korn fest und hart ist, damit die veränderliche Tempe-ratur der Athmospharc nicht sogleich ihren Einfluß auf dasselbeäußern kann. Man wird weiter unten sehen, wie jedes alte oderneue Pulver in dieser Hinsicht zu untersuche» ist. (Art. Pulver-probe.)

Fände man bei der Untersuchung alter Pulvervorräthe dengrößten Theil desselben in Staub verwandelt, die noch übrigenKörner aber sehr schwarz; so wird sich der Salpeter aufgelosthaben, und man ist zu einer neuen Bearbeitung des Pulvers ge»udthiget. In dieser Absicht muß uothwendig das Pulver, in Ab-sicht des guantirativen Verhältnisses seiner Bestandtheile, chemischuntersucht werden, um die »och wirklich darin» vorhandene unddie noch hinzu zu setzende Menge Salpeter zu bestimmen, weilder letztere bei einem guten Pulver 0,7z des ganzen Gewichtesausmachen muß. Nachdem man daher Ein Pfund des verdorbe-nen Pulvers getrocknet hat, wobei es gegen ^seines Gewichtesverlieret, wird es mit g Pfund siedendem Wasser ausgelauget,worin» sich der Salpeter auflost, die Kohlen und der Schwefelaber bei dein Filtrirc» als ein schwarzer Bodensatz zurück bleiben,daß sie getrocknet und gewogen werde» können. Das, den Sal-peter enthaltende Wasser wird abgerancht, damit man das Ge-wicht des erster» erhält, nach Abzug eines geringen, bei der Be-handlung riitstandcucu Verlustes, den der Unterschied seines Ge-wichtes und des getrockneten Bodensatzes im VexhAUniß zu der

D 2 ^