5,7
Welt und der überall herrschenden Harmonie werden?Abgesehen von der Verwirrung, welche die Nichtigkeiteiner solchen, das menschliche Gcsühl tief verletzendenAnsicht in die Weltordnung notbwendig einführen wür-de, giebt es noch andere wichtige Gründe, die ent-schiedener dagegen sprechen. Ich werde sie weiter un-ten anführen, nachdem ich vorher die Gründe wider-legt haben werde, wodurch Chladni die kosmische Hy-pothese gegen die atmosphärische verfechten zu könnenglaubte.
Was erstens die Behauptung Chladnis betrifft,die sehr beträchtliche Höhe, wo oft ausgebildete Feuer-kugeln beobachtet worden sind, mache, wegen der dor-tigen großen Verdünnung der Luft, die Ausübt des at-mosphärischen Ursprungs der Stein- und Staub-Nieder-fälle unzulässig, so bemerke ich, daß uns nichts be-rechtigt, die in einigen Berichten angegebene Höbeals richtig anzunehmen. Denn die Berichte tragen inBezug auf die Angabe der Höhe den Charakter dererforderlichen Genauigkeit nicht nur nicht, sondern esläßt auch die Natur der Sache eine richtige Höhen-messung nicht zu. Wie könnte denn eine solche beieinem durch die Atmosphäre so rasch hinfliegendenMeteore bewerkstelligt werden, und wie leicbt wäre es,durch das bloße Augenmaß die Stelle an dem Him-melsgewölbe zu verrücken, wo sich die Bahn des Me-teors projectirt? Außerdem kann nach Litrow dieAbnahme der Dichtigkeit der Atmosphäre von der Erd-oberfläche an unmöglich, wie das mariottesche Gesetz
Vorlesungen Aber Astronomie 2tcr Th. S. 117.