gesetz. Wer sich es also nicht erlaubte, die Wirklichkeiteinzelner in unsern heiligen Schriften erzählter Begeben-heiten abzuleugnen, der hatte nur die Wahl, entwederdurch gewaltsame Worterklärung das wunderbare au»den Erzählungen zu tilgen, oder die erzählten Begeben-heiten aus unbekannteren Naturgesetzen zu erklären. Mitbeydem ist bekanntlich viel gespielt worden. Der ersteVersuch kann durch Sprachforschung vereitelt werden.Von dem andern aber behaupte ich, daß, mau mag sichwenden wie man will, er denen, die sich wahrhaft fürdie Sache interessiren, doch nie genug thun werde. Manmag sich auf Identität des Endlichen und Ewigen, mitLavater auf Elektricität und thierischen Magnetismusoder niit Schelling auf dynamische Wirkungsweise imGegensatz der mechanischen berufen, so erklärt mandoch minier und das Wunder ist verloren; ist aber die-ses verloren, so kann die Enscheidung über die Wahr-heit jener Erzählungen für die ReligionSlehrc gar keineBedeutung mehr haben.
Sollte jemand der die Schalen christlicher Lehre,welche ich für nichts achte, zum guten Gewürz der Lehrerechnet, mich dafür des Christenthums überhaupt ver-lustig erklären, so berufe ich mich auf die Lehre meinerVäter, die mährischen Brüder, welche im Rufe stehen,gute Christen zu seyn. Deren alte, reine Lehre war,,daß alle religiöse Dogmen Menschensatzung seyen, beydenen jeder seiner Einsicht folgen müsse. Nur die Scherst